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Kreis Landsberg

12.04.2016

Mutter und Sohn sterben in Weiher neben der A96

Dienstagnachmittag wurde bei Holzhausen ein Auto aus einem Weiher neben der A96 geborgen. Im Inneren fand die Polizei zwei Leichen.
Bild: Christian Kiessling

Eine Familientragödie hat sich in Holzhausen im Kreis Landsberg ereignet. Aus einem Weiher neben der A96 wurde ein Auto geborgen. Darin waren zwei Leichen.

Eine Familientragödie hat sich in den vergangenen Tagen im Iglinger Ortsteil Holzhausen ereignet. Aus einem kleinen Weiher direkt neben der A96 wurde am Dienstagnachmittag ein Audi geborgen, in dem sich die Leichen einer 82 Jahre alten Frau und ihres 54-jährigen Sohnes befanden. Die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck geht derzeit von einem „erweiterten Suizid“ aus, wie Wolfgang Kammerer, der Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord auf Nachfrage unserer Zeitung sagte.

Die Rentnerin aus Holzhausen lebte zuletzt im Kreisseniorenheim in Vilgertshofen. Dort holte sie ihr Sohn wie gewöhnlich am Sonntagvormittag ab. Als die Frau allerdings auch am Montag noch nicht im Pflegeheim zurück war, informierte die Leitung die Landsberger Polizei. Ein Streifenwagen fuhr daraufhin zum Wohnhaus des Sohnes in Holzhausen. Da dort weder der 54-Jährige, noch seine Mutter angetroffen wurden, wurden die beiden als vermisst gemeldet.

Am frühen Dienstagnachmittag ging bei der Polizei die Meldung eines Autofahrers ein, dessen Beifahrerin von der A96 aus in einem Weiher das Dach eines Autos gesehen hatte. Der kleine Weiher befindet sich unmittelbar neben der Autobahn, an der Stelle, an der die Ortsverbindungsstraße von Holzhausen nach Buchloe unter der Autobahn durchgeführt wird.

Das Auto des 54-jährigen Mannes aus Holzhausen, ein dunkelblauer Audi, wurde aus dem Wasser gezogen. Im Inneren fand die Beamten des Kriminaldauerdienstes die Leichen der Mutter und des Sohnes. Die Leichen wurden in die Rechtsmedizin nach München gebracht und werden dort obduziert. Die Gesamtlage lasse auf einen erweiterten Suizid schließen. Die Motivlage sei derzeit aber nur schwer einzuschätzen, sagte Pressesprecher Wolfgang Kammerer.

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