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Landkreis Landsberg

23.11.2018

Nach Brunnenbau: Wo das Trinkwasser künftig fließen soll

Vom neuen Brunnen im Wald beim Weiler Ziegelstadel soll eine Wasserleitung am Waldrand nordöstlich von Thaining entlang zur Verknüpfungsstation führen.
Bild: Julian Leitenstorfer

Der gemeinsame Brunnen der Gemeinden Hofstetten und Thaining ist fertig. Jetzt geht es um den Leitungsbau. Im Frühjahr soll damit begonnen werden.

Der neue Brunnen der Gemeinden Thaining und Hofstetten ist fertig. Er ist das jahrelang gesuchte „zweite Standbein“ für die gemeinsame Wasserversorgung. Jetzt muss der Brunnen in der Nähe des Weilers Ziegelstadel mittels einer gemeinsamen Leitung an die neue Verknüpfungsstation angebunden werden. Von dieser werden Rohre zu den Hochbehältern der Ortschaften verlegt. Die Trassenführung stellte Christian Dobrindt vom planenden Ingenieurbüro jetzt im Gasthaus Stork in Thaining Grundstückseigentümern, Pächtern und Gemeinderäten vor.

Gleichzeitig Glasfaser

Von der Thaininger Ortsgrenze bis Ziegelstadel sollen gleichzeitig mit der Wasserleitung Glasfaserkabel für die Telekommunikation verlegt werden. Vor Baubeginn im Frühjahr 2019 müssen noch einige Verträge geschlossen werden. Die gemeinsame Leitung wird ab dem neuen Brunnen bei Ziegelstadel parallel zur Kreisstraße nach Thaining verlegt. Entlang eines frisch geteerten Wirtschaftswegs führt die Trasse weiter in nördliche Richtung, dann durch ein Waldstück und neben der Kreisstraße zu den beiden Hochbehältern. Die gemeinsame Leitung reicht bis zum neuen Verknüpfungsbauwerk. Über dieses werden die Ortsnetze von Thaining und Hofstetten zusammengeschlossen. „Bei Problemen können sich die beiden Gemeinden über einen Notverbund gegenseitig versorgen“, sagte Christian Dobrindt.

Qualität und Quantität des aus dem Brunnen gewonnenen Wassers sind gut, sagte Thainings Bürgermeister Leonhard Stork. Der neue Brunnen fördere 180 Kubikmeter Wasser pro Tag, der Nitratwert liege mit 13 Milligramm pro Liter weit unter dem Grenzwert (50). Hofstettens Bürgermeister Benedikt Berchtold, der auf die Wichtigkeit des Projekts hinwies, äußerte sich auch zur Finanzierung. Hofstetten werde anders als die Nachbargemeinde keinen Verbesserungsbeitrag erheben, sagte er. Die Baukosten würden über die Wassergebühren auf die Bürger umgelegt. Wie die Entwässerung sei auch die Wasserversorgung kostendeckend zu leisten – Kostenträger seien die Bürger. Der Leitungsbau soll im Frühjahr beginnen und wird vier bis neun Monate dauern. Fünf Kilometer Rohre werden etwa 1,50 bis 1,60 Meter tief im Boden verlegt.

Eine Herausforderung

Eine Herausforderung würden die Teilstücke, die durch Wald führen, sagte Christian Dobrindt. Darauf bezogen sich in der Fragerunde einige Zuhörer. Dies sei nicht ideal, aber auch nicht vermeidbar, sagte Dobrindt. Denn man habe die kürzest mögliche Trassenführung gewählt. Auch zum Material der Rohrleitungen gab er auf Nachfrage Auskunft. Die sechs Meter langen Rohre mit einem Durchmesser von 200 Millimetern werden aus Guss gefertigt.

Die Versammlung diente der Präsentation der Trassenführung vor den betroffenen Grundstücksbesitzern – 22 aus Thaining und sieben aus Hofstetten. Von diesen benötigen die Gemeinden Grunddienstbarkeiten, um die Leitung in deren Grund verlegen zu dürfen. Auch für die vorübergehende Nutzung des bis zu zehn Meter breiten Baufelds neben der Leitungstrasse während der Bauarbeiten ist das Einverständnis der Grundstücksbesitzer erforderlich. Beides wird durch Verträge geregelt, die bei der Veranstaltung übergeben wurden. Inhalt der Verträge sind neben den Grunddienstbarkeiten Entschädigungszahlungen für die Nutzung des bis zu zehn Meter breiten Baufelds. Das Grundstück, auf dem sich der Brunnen befindet, haben die beiden Kommunen bereits gekauft.

Erste Verträge unterschrieben

„Ich sehe keine großen Probleme“, sagte Hofstettens Bürgermeister Benedikt Berchtold gegenüber dem LT. Die Notwendigkeit habe jeder verstanden. Aus seiner Gemeinde wurde ein Vertrag noch beim Infoabend direkt vor Ort unterzeichnet. Der Thaininger Bürgermeister Leonhard Stork sagte, von den Grundstücksbesitzern, die bei der Infoveranstaltung waren, hätten alle ihr Einverständnis bereits mündlich signalisiert. Zwei unterschrieben den Vertrag noch im Gasthaus. Zwei Eigentümer, die den Termin nicht wahrnahmen, habe er bereits persönlich besucht, um ihnen die Verträge zu übergeben.

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