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Kinsau

11.01.2017

Nach der Sanierung ist vor der Sanierung

Im Herbst zog die Gemeindeverwaltung in den frisch sanierten Kinsauer Pfarrhof um. Mit der Einweihung am Tag des offenen Denkmals wurde das fast zweijährige Mammut-Projekt abgeschlossen.

Mit dem Pfarrhof wurde 2016 eine große Baustelle in Kinsau abgeschlossen. Jetzt stehen andere Bauten im Fokus.

„Es ist eine richtige Freude hier zu arbeiten.“ Zwar ist Marco Dollinger schon seit fast drei Jahren Bürgermeister in Kinsau. Aber seit September hat der mit 39 Jahren zweitjüngste Gemeindechef im Landkreis einen neuen Arbeitsplatz. Im Herbst zog die Gemeinde in den frisch sanierten Pfarrhof um und mit der Einweihung am Tag des offenen Denkmals wurde wenig später ein fast zweijähriges Mammut-Projekt abgeschlossen. Aber nicht nur die Pfarrhofsanierung, bei der viele Kinsauer Bürger tatkräftig mit anpackten, war großes Thema in der südlichsten Landkreisgemeinde.

Schon im Frühjahr 2016 war rege Bautätigkeit in Kinsau zu beobachten. Besser gesagt: die Vorbereitungen dazu. Denn in einem Zuge wurden drei Baugebiete erschlossen – an der B17 entstanden neue Gewerbeflächen und in den Bereichen „Kinsau West II“ und „Waldacker“ für Häuslebauer im Einheimischenmodell. In den Augen des Bürgermeisters ist es wichtig, Wohnraum für junge Familien zu schaffen, um so Kindergarten und Schule im Ort erhalten zu können. Deshalb gilt in Kinsau auch als „Einheimischer“, wer ein Kind hat, das jünger als sechs Jahre ist. „Dadurch haben wir Zuwachs“, meint Marco Dollinger. Für die nächsten Jahre sieht er die Kommune nun gut aufgestellt, was Bauland anbelangt.

Wirbel gab es vergangenes Jahr allerdings um einen ganz besonderen Bauplatz. Vor mehr als 50 Jahren, als Kinsau noch zum Landkreis Schongau gehörte, war die Parzelle als Bauland ausgewiesen. Mittlerweile liegt sie laut Gemeinde und Landratsamt im Außenbereich. Der Bauwerber will nun wie berichtet sein Recht einklagen. Der Fall liegt dem Bürgermeister nach wie vor im Magen und habe im Ort für Wirbel gesorgt. Dollinger rechtfertigt sich: „Man muss eine Gemeindepolitik betreiben, die rechtskonform ist. Aber jetzt bin ich der Böse.“

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Erfreulicher war aus Sicht des Gemeindechefs zum Beispiel, dass man im vergangenen Jahr eine neue Straße bauen konnte. In der Nähe des Friedhofs wurde eine Ausweichtrasse geschaffen, um den Kirchweg zu entlasten. Darüber hinaus wurde der Hang an der Apfeldorfer Straße kräftig ausgeholzt und abgesichert.

Zwar ist die Sanierung des Pfarrhofs so gut wie abgeschlossen. Dennoch stehen laut Bürgermeister noch ein paar Restarbeiten an. Und auch in diesem Jahr wird es wohl einige Baustellen in Kinsau geben. „Wir haben einige Gebäude zu sanieren“, erläutert der Bürgermeister und zählt auf: altes Gemeindehaus (wo das Rathaus früher untergebracht war), Schule und Mehrzweckhalle. „Die Halle ist in die Jahre gekommen – sowohl energetisch als auch optisch“, so Marco Dollinger. Der Renovierungsumfang müsse aber erst noch vom Gemeinderat festgelegt werden. Zudem soll heuer der Breitbandausbau abgeschlossen werden.

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