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15.03.2009

Nein zu "Wirtshausmeile" in der Passage

Landsberg Die Öffnungszeiten für Imbiss- und Gastronomiebetriebe im "Zeder-Markt" werden nicht geändert. Dieser Beschluss des Landsberger Bauausschusses lehnt damit den Antrag eines der Betreiber ab, wonach der Markt an den Werktagen nicht nur bis 20 Uhr, sondern bis 22 Uhr offen gehalten werden darf. Die Ladenpassage soll eine Ladenpassage bleiben und keine Wirtshausmeile werden, stellte dazu die Dritte Bürgermeisterin Sigrid Knollmüller (CSU) fest: Eine Meinung, die von fast allen Räten geteilt wurde.

Nach den bisherigen Festsetzungen des Bebauungsplanes "Zeder-bräumarkt" dürfen Kunden an den Werktagen von 8 bis 20 Uhr einkaufen. Daran wird sich nach dem Beschluss des Bauausschusses nichts ändern, obwohl das Landratsamt feststellte, dass die Immissionswerte längere Öffnungszeiten in der Gastronomie erlauben würden. Bei einem Gaststättenbetrieb bis 22 Uhr könnten Speisen und Getränke bis 21.30 Uhr ausgegeben werden.

Grund- und Nahversorgung der Bewohner der Innenstadt

Dieser Botschaft aus dem Landratsamt stehen jedoch planungsrechtliche Aspekte gegenüber. Darauf machte Claus Müller, der zuständige Referatsleiter der Stadt, aufmerksam: "Intention des Bebauungsplanes war es, den Betrieb einer Ladenpassage zur Grund- und Nahversorgung der Bewohner in der Innenstadt zu schaffen", erklärte Müller und dies unter möglichst großer Rücksichtnahme auf die Anwohner. Zwischen den Betreibern und der Stadt sei dieses Konzept abgestimmt worden, bei dem neue Läden im Vordergrund gestanden hätten und nicht die Gastronomie. Sonderrechte für die Gastronomen im "Zeder-Markt" wären nach Darstellung von Claus Müller nicht konsequent. Außerdem müsse der Markt als Einheit gesehen werden.

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Bedenken von Nachbarn der Hinteren Mühlgasse

Die Stadt könne in einem vorhabenbezogenen Bebauungsplan andere Festsetzungen treffen als in den üblichen Bebauungsplänen. Daraus leiteten sich die strengeren Öffnungszeiten ab, die auch die Interessen der Anwohner berücksichtigten. Martin Zeiser (UBV) ist demgegenüber der Auffassung, dass von der Pizzabäckerei am westlichen Ende des Marktes auch bei einer Feierabendzeit von 22 Uhr keine Lärmbelastung zu erwarten wäre.

Stichwort Lärm/Ruhestörung: Dazu merkte der Antragsteller für die längere Öffnungszeit an, dass eventuelle Bedenken von Nachbarn in der Hinteren Mühlgasse nicht gerechtfertigt wären. Claus Müller verwies hingegen darauf, dass ihm eine Mail von drei Familien aus diesem Bereich zugegangen sei. Demnach würden sie sich eine zusätzliche Einschränkung der Wohnqualität nicht bieten lassen und dagegen zur Wehr setzen.

In Sachen mögliche Ruhestörung zu nächtlicher Stunde in der Hinteren Mühlgasse ging die Kritik des Antragstellers, dies im Namen der Erbengemeinschaft, und ganz vereinzelt auch aus den Reihen des Gremiums an die Adresse einer Gaststätte neben dem Zeder-Markt. Konkret war in dem Schreiben davon die Rede, dass "leider zeitweise unter anderem durch Besucher dieses Lokals" Ruhestörungen verursacht würden.

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