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Flächennutzungsplan

09.11.2013

Neue Häuser auch im „Beverly Hills vom Ammersee“

Geringfügig erweitert wird das Baurecht bei den Grundstücken am Kapellenweg.
Bild: Julian Leitenstorfer

Gemeinderat hält an Entwicklung in Holzhausen fest. Trasse für Südumgehung Utting bleibt ebenfalls

Utting Eineinhalb Stunden lang hat sich der Uttinger Gemeinderat in der jüngsten Sitzung mit dem Flächennutzungsplan (FNP) beschäftigt. 27 Einwendungen galt es zu behandeln, seitens der Bürger ging es zumeist um mehr Baurecht für ihre Grundstücke. Sobald die Beschlüsse eingearbeitet sind, wird der Plan erneut ausgelegt. Peter Noll (GAL) sagte in Anspielung auf die bald endende Amtsperiode des Gremiums, dass er es begrüßen würde, „wenn noch dieser Gemeinderat den Flächennutzungsplan durchbringt“, nachdem vor sechs Jahren die Ausstellung beschlossen worden sei.

Baurecht über Ortsabrundung oder Bebauungsplan

Hinsichtlich der Wünsche der Bürger blieben die Gemeinderäte zumeist bei der bisherigen Linie. Länger diskutiert wurde vor allem über die Entwicklung am Kapellenweg in Holzhausen. Hier hatte sich der Gemeinderat auf eine gewisse Erweiterung des Baurechts bis zu maximal einer zweiten Baureihe bei den südlichen Grundstücken gen Süden geeinigt. Darüber hinaus will das Gremium aber nicht gehen, und auch bei einem entsprechenden Antrag für eine Fläche an der Ammerseestraße gab es ein Nein. Bevor Baurecht entstehe, wird aber voraussichtlich ein Bebauungsplan oder eine Ortsabrundungssatzung erstellt werden. Der Gemeinderat gab aber auch dem Verein „Unser Dorf“ und einem weiteren Einwender nicht nach, die fordern, die angedachte bauliche Erweiterung in Holzhausen zurückzunehmen. „Holzhausen ist vielleicht das Beverly Hills vom Ammersee, aber auch da braucht es ein Entwicklungspotenzial“, befand Gemeinderat Horst Schnappinger (CSU), und Elisabeth Reinhart (LW) meinte, dass Holzhausen kein Museum sei, sondern ein lebendiges Dorf bleiben sollte. Es gehe vielleicht um fünf oder sechs Häuser, sagte Klaus Sauter (CSU). Festgehalten werden soll auch an der Ausweisung eines Streifens am Ufer des Mühlbaches als Grünfläche mit Bedeutung für den Naturhaushalt sowie das Landschafts- und Ortsbild. Landschaftsarchitektin Johanna Vogl erläuterte, dass dies den Zielen der Wasserwirtschaft entspreche. Grünstrukturen sollten im Siedlungsbereich vernetzt werden, und damit sich ein Gehölzsaum entwickle oder erhalten werden könne, brauche es mindestens zehn Meter.

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Beibehalten wird auch die Definition von Grünflächen im Tal des Lebens als bedeutungsvoll für das Landschaftsbild. Ein Grundstücksbesitzer befürchtete, sie nicht mehr landwirtschaftlich oder als Garten nutzen zu können, wie dies schon seit Generationen der Fall sei. Durch die Ausweisung im FNP werde die landwirtschaftliche oder gärtnerische Nutzung nicht beschränkt, hieß es in den Abwägungen. Schuppen, die nicht landwirtschaftlich genutzt würden, könnten jedoch gegen die Landschaftsschutzverordnung (LSG) verstoßen, lautete ein Hinweis der Planerin Ulrike Angerer

Keine Erweiterung neben dem Sulzfeld

Abgelehnt wurde das Gesuch, ein Grundstück am Sulzfeld in den Innenbereich zu nehmen und so zukünftig eine Bebauung möglich zu machen. Vom Baugebiet Sulzfeld weiter nach Westen zu gehen, sei aus orts- und landesplanerischer Sicht nicht zu befürworten, so die Einschätzung von Angerer. Die Fläche liegt zudem im Landschaftsschutzgebiet. Auch die Trasse einer möglichen Umfahrung von Utting südlich des Sulzfeldes bleibt im Plan. Herausgenommen wird die Westumfahrung, wie vor Kurzem vom Gemeinderat beschlossen.

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