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Bauausschuss

19.03.2015

Neue Wohnungen am Hang

Dieses Areal zwischen der Heilig-Engel-Kirche (links) und der Spöttinger Straße auf der rechten Seite soll nach voneinander unabhängigen Plänen der Kirchenstiftung und privaten Bauherrn mit Mehrfamilienhäusern bebaut werden – wobei die beiden Antragsteller ganz unterschiedlichen Ausgangspunkte haben.
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Dieses Areal zwischen der Heilig-Engel-Kirche (links) und der Spöttinger Straße auf der rechten Seite soll nach voneinander unabhängigen Plänen der Kirchenstiftung und privaten Bauherrn mit Mehrfamilienhäusern bebaut werden – wobei die beiden Antragsteller ganz unterschiedlichen Ausgangspunkte haben.
Bild: Thorsten Jordan

Bei zwei Wohnprojekten an den Lechterrassen besteht jedoch noch weiterer Klärungsbedarf

Zwei Bauvorhaben werden das Areal zwischen der Heilig-Engel-Kirche und der Spöttinger Straße künftig prägen und dadurch aber auch optisch verändern. So plant die Kirchenstiftung „Zu den Heiligen Engeln“ direkt neben dem Dienstwohngebäude zwei Mehrfamilienhäuser zu erreichten. nur ein paar Meter weiter nördlich soll das Grundstück an der Spöttingerstraße (Nummer 43) mit drei Wohnblocks bebaut werden, die jeweils als abgeknicktes Rechteck um einen zentralen Platz geplant sind.

Der Gestaltungsbeirat der Stadt, mit hochkarätigen Fachleuten besetzt, hat gegen keines der Bauvorhaben grundsätzlich etwas einzuwenden. Dem Bauvorhaben an der Spöttinger Straße bescheinigt er sogar hohe Qualität, während die Beiräte dem Ansinnen der Kirchenstiftung noch einige Hausaufgaben mit auf den Weg geben möchten. So hatten sie angeregt, die Baukörper in Nord-Süd-Richtung auszulegen, geplant wurden die Gebäude jedoch in Ost-West-Ausrichtung.

Ein weiterer Unterschied: Die Grünfläche an dem Parkplatz der Heiligen Engel ist im Bebauungsplan als öffentliche Grünfläche festgesetzt, ein Baurecht besteht nicht. Das wiederum kann der Nachbarbauherr bereits aufweisen. Dennoch müsse die eine Maßnahme immer im Zusammenhang mit der anderen gesehen werden, mahnten Dieter Völkel ( SPD) und sein Kollege der Landsberger mitte, Hans-Jürgen Schulmeister. Ein gemeinsames Planungsziel des Projekts Soziale Stadt West und auch ein von Schulmeister so bezeichneter F-Plan sei unter anderem, die Hangkante feizuhalten. Daher müsse man sich die Frage stellen, wie man künftig mit solchen Zielen umgehe, wenn solche Anfragen vorlägen. Ihm zum Beispiel sei die geplante Bebauung der Spöttinger Straße 43 mit drei viergeschossigen Wohnblocks einfach zu wuchtig. Außerdem sollte man im Hinblick auf die Gesamtgestaltung der Umgebung inklusive des naheliegenden Schlüsselangers ein Lärmschutzgutachten erstellen. Der Gestaltungsbeirat unterstützt das Vorhaben („Von hoher Qualität“) und regt an, das Projekt, vor allem auch die Ausstattung des Freiraums als zusammenhängender Park, unbedingt weiterzuverfolgen. Der prägende Baumbestand sollte dabei so weit wie möglich erhalten bleiben.

Die geplante Bebauung beim Pfarrzentrum Heilige Engel eröffne laut Gestaltungsbeirat die Chance, den dort existierenden und wenig gestalteten Parkplatz ebenfalls neu zu ordnen, was Ludwig Kaiser (SPD) auch im Hinblick auf den eventuell geplanten Kreisverkehr in Richtung Mittelschule und Holzhauser Straße berücksichtigt sehen möchte. die Kirchenstiftung plant auf dem Areal, das noch als Grünfläche geführt wird, zwei Mehrfamilienhäuser zu bauen, in denen Mitarbeiter, ob aktuelle, ehemalige oder langjährig Ehrenamtliche sowie junge Familien, Menschen und Senioren mit und ohne Behinderungen leben könnten. Alle Wohnungen, so beschreibt die Kirchenstiftung in einem Antrag auf Bauvorbescheid, sollen barrierefrei und behindertengerecht ausgelegt, die Gebäude jeweils mit einem Aufzug versehen werden. Die Stellplätze würden teilweise in einer neuen und in der bestehenden Tiefgarage mit gemeinsamer, bereits existierender Zufahrt nachgewiesen werden. Ähnliches gilt auch für das zweite Bauprojekt. Auch dort soll eine Tiefgarage entstehen, wobei dort die Zufahrt vom Hungerbachweg aus erfolgen soll.

Nachdem aber den Mitgliedern des Bauausschusses noch zu viele Fragen unbeantwortet blieben, einigte man sich im Fall der Mehrfachbebauung des Grundstücks Spöttinger Straße darauf, noch einmal mit dem Architekten, der im Übrigen im Zuschauerraum saß, und dem Bauherrn das Gespräch zu suchen und zudem das Ergebnis eines Lärmschutzgutachtens abzuwarten. Im Falle der Kirchenstiftung „Zu den Heiligen Engeln“ wurde das gemeindliche Einvernehmen abgelehnt, allerdings ebenfalls vereinbart, bezüglich der Planungen noch einmal ins Gespräch mit den Antragstellern zu gehen.

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