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Natur

23.03.2015

Neuer Lebensraum für bedrohte Fische

In der Lechstaustufe 20 bei Scheuring ist im Rahmen der Gewässerunterhaltung eine weitere Kiesbank eingebaut worden.
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In der Lechstaustufe 20 bei Scheuring ist im Rahmen der Gewässerunterhaltung eine weitere Kiesbank eingebaut worden.
Bild: Eon

An der Lechstaustufe 20 gibt es eine neue Kiesbank für die Tiere. Jetzt wurde das Projekt vorgestellt

Viel Freizeit und Geld hat der Luftwaffenfischereiverein Lechfeld investiert, um den Lebensraum und die Bestandsdichte der Fische im Bereich der gepachteten Lechstaustufe 20 zu verbessern. Darum reichte es nur zu einem bescheidenen Umtrunk für die anwesenden Vertreter der beteiligten Institutionen, Behörden, Unternehmen und Förderer bei der Abschlussveranstaltung im Restaurant Zollhaus, bevor das Projekt in Augenschein genommen wurde.

Rund 6000 Tonnen Kies waren in den Lech eingebracht worden, das sind circa 330 Lkw-Ladungen. Der Kies wurde mit dem Bagger zu einer Kiesbank modelliert, die sich über 70 Meter am Ufer entlang erstreckt und sechzehn Meter in die Flussmitte reicht. „Spätestens im Mai werden viele Fische zu sehen sein, die dort ihrem Laichgeschäft nachgehen“, freute sich Vereinsvorsitzender Günther Glauder. Zusammen mit Thomas Maisterl, der die gesamten administrativen Arbeiten übernahm, ist er seit 2009 als gutes Tandemgespann unterwegs, wie Maisterl es bezeichnete.

Er erläuterte die Notwendigkeit der Kiesbänke, die Fische zum Ablaichen brauchen. Ziel sei es, dass sie sich selbst reproduzieren. Dadurch werde ein deutlicher Zuwachs erwartet. Roland Kriegsch vom Wasserwirtschaftsamt Weilheim hob die Nachhaltigkeit des Fischbestandes hervor und bedankte sich auch bei allen Unterstützern für die gemeinsame Umsetzung des Projektes.

Die Kosten der Gesamtmaßnahme belaufen sich auf zirka 40000 Euro, wovon der Luftwaffenfischereiverein Lechfeld 15000 trägt und Fördergelder aus Mitteln der Fischereiabgabe von 15000 Euro flossen. Gesponsert wurde das Projekt mit zirka 8000 Euro von Eon, der Sparkasse Landsberg-Dießen mit 1500 Euro und der Raiffeisenbank Weil und Umgebung mit 500 Euro.

An Stellwänden konnten Fotos des komplexen Unterfangens bestaunt werden. Vereinsvorstand Günther Glauder bedankte sich für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Eon. Großer Dank ging auch an Roland Kriegsch vom Wasserwirtschaftsamt Weilheim für die störungsfreie und unkomplizierte Abwicklung Hand in Hand mit der Unteren Naturschutzbehörde. Einen besonderen Dank richtete er an Willi Sailer, den Baggerunternehmer aus Scheuring, der so professionell und flott war, dass die Maßnahme in nur einer Woche erledigt werden konnte. „Ich wusste gar nicht, wie filigran jemand mit so einem großen Bagger arbeiten kann“, meinte Glauder bewundernd.

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