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03.07.2020

Neuer Lechsteg: Das erste Brückenteil ist montiert

Neuer Lechsteg: Das erste Brückenteil ist montiert
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Das erste Element des Lady-Herkomer-Stegs in Landsberg ist eingepasst. Die anderen Teile folgen im September

Jetzt können sich die Landsberger einen Eindruck machen, wie der Lady-Herkomer-Steg einmal aussehen wird. Am Donnerstagvormittag wurde das erste von fünf Brückenteilen am Widerlager Ost zwischen Inselbad und Lechturnhalle eingepasst. Auf der anderen Seite ruht das gut 25 Meter lange und sechs Meter breite Element noch auf einer Stütze, die entfernt wird, wenn alle Brückenteile miteinander verschweißt sind.

„Wir sind schneller vorangekommen, als wir gedacht haben“, sagte Projektleiter Michael Spängler von der Firma GLS Bau und Montage am Vormittag. Und so mussten er und seine Kollegen bis zum frühen Nachmittag warten, ehe das Brückenteil mithilfe eines Vermessers in seine endgültige Position im Widerlager gebracht und danach vergossen werden konnte.

Das gestern montierte Brückenelement besteht aus drei Stahlbauteilen, die vor Ort auf einer Arbeitsbühne zusammengeschweißt worden waren. Am Donnerstagmorgen hob ein Schwerlastkran das 48 Tonnen schwere Brückenteil zunächst auf einen Tieflader, der es die rund 20 Meter zum Lechufer transportierte. Dort hob es ein zweiter Kran auf das östliche Widerlager und die Stütze. Dabei ging es um Zentimeter, bis die richtige Position gefunden wurde.

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Wie Michael Spängler sagte, werden die nächsten Brückenteile ab Anfang September eingepasst. Denn im Juli und August bestehe die Gefahr eines Hochwassers, das die rund um den Mittelpfeiler aufgeschüttete Insel im Lech beschädigen könnte. Und für die Befestigung des auf dem Mittelpfeiler lagernden Brückenteils müsse ein Schwerlastkran auf der Insel platziert werden. In den nächsten zwei Monaten wird die Arbeit laut Spängler aber nicht ruhen. Es gelte, die einzelnen Brückenteile vor Ort zu einem „Schuss“ zusammenzuschweißen.

Vor Ort auf der Baustelle war am Donnerstag auch Tiefbauamtsleiter Hans Huttenloher. Er sprach die Farbgebung der Bauteile aus Cortenstahl an. Das sei ein wetterfester Stahl, der an der Oberfläche eine Patina bilde, die das Material darunter vor Korrosion schützt. Einen Schutzanstrich hätte man regelmäßig erneuern müssen. Im Moment habe das bereits eingepasste Element noch einige Flecken. Doch Nebel und Wasserdampf würden dem neuen Steg in ein bis zwei Jahren eine einheitliche Farbe geben.

Der 128 Meter lange und in der Mitte sieben Meter breite Steg soll heuer im Winter fertig werden. Je nach Witterung könnte es jedoch auch Frühjahr 2021 werden. (wu)

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