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Landsberglechsteg

07.11.2019

Neuer Lechsteg: Jetzt wird im Westen gebohrt

An der Von-Kühlmannstraße in Landsberg werden gerade Löcher für eine Stützwand gebohrt. Im Hangbereich soll ein Widerlager für den neuen Lechsteg entstehen.
Bild: Thorsten Jordan

Plus Die Arbeiten an der Brückenbaustelle in Landsberg liegen gut in der Zeit. Warum Tiefbauchef Hans Huttenloher trotzdem Sorgen hat und warum es Probleme mit Schaulustigen gibt.

Wie sieht es derzeit auf der Baustelle für den neuen Lechsteg in Landsberg aus? Welche Probleme gilt es zu bewältigen? Tiefbauchef Hans Huttenloher berichtete am Donnerstag in einem Pressegespräch über den Stand der Dinge. Schon mit dem bloßen Auge lassen sich Veränderungen erkennen. Allerdings gibt es doch einige Problemstellen. Neugierige Besucher sorgen immer wieder für Ärger.

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Die Straße ist derzeit nur halbseitig befahrbar

Das große Bohrgerät arbeitet jetzt am Westufer des Lechs: Am Donnerstagmorgen wurde die Maschine vom Bereich des Inselbads an die gegenüberliegende Seite des Lechs transportiert. „Die Baustelle läuft gut, das Wetter ist super“, sagt Huttenloher und erläutert zuerst, was sich auf der Ostseite getan hat, beziehungsweise gerade tut. Die Bohrlöcher für das Widerlager des Stegs im Osten seien gebohrt worden. „Das ging erstaunlich gut.“ Dann wurden im Bereich des Arbeitsplateaus Spundwände gesetzt. Ein Bagger schaufelt zwischen den Spundwänden ein Loch: „Dort entsteht das Fundament für den Pfeiler, der den Steg im Fluss abstützen soll. Ausgebaggert wird sechs Meter tief“, erklärt Huttenloher, was gerade auf der anderen Seite passiert.

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Wozu wird das Bohrgerät jetzt auf der Westseite eingesetzt? Dort wird zuerst einmal der sogenannte Berliner Verbau errichtet, wie Huttenloher erzählt. Das Bohrgerät schafft Löcher, in denen T-Träger gesetzt werden, die später mittels Bohlen zu einer Stützwand – dem Berliner Verbau – für den Hang zusammengesetzt werden. Wie berichtet, muss in dem Bereich die halbe Fahrbahn abgetragen werden, um Platz für den Bau des Widerlagers zu schaffen. Deshalb ist die Von-Kühlmann-Straße auch nur halbseitig befahrbar. Auch im Westen sollen Bohrpfähle für Stabilität sorgen, 17 Stück sind dort geplant.

Die Tiefbauer haben keinen leichten Job

Die Tiefbauer stehen im Westen einer besonderen Herausforderung gegenüber: Wie Huttenloher erzählt, läuft eine Drainage aus dem Baugebiet ULP direkt im Bereich des geplanten Widerlagers in den Lech. „Die Pflugfabrik hatte eine eigene Drainage.“ Man werde drei Bohrpfähle setzen und dann den Auslauf verlegen, erzählt Huttenloher. Die Drainage dürfe aber nicht unterbrochen werden, 150 Liter pro Sekunde müssten ablaufen können, sonst staue sich das Wasser im Baugebiet.

Die Baustelle Lechsteg ist laut Hans Huttenloher in der Zeit, eine kleine Verzögerung gab es wie berichtet am Mittwoch, als bei Tiefbauarbeiten auf der Westseite ein verdächtiges Teil entdeckt wurde. Die Kampfmittelbeseitiger konnten aber wieder abziehen, es hatte sich nur um ein Betonrohr gehandelt und um keine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg.

Weiter Probleme bereiten, wie Hans Huttenloher erzählt, die unvernünftigen Neugierigen: „Bei einem Ortstermin vor zwei Tagen lief einfach ein älterer Herr auf die Plattform, er wollte sich die Baustelle ansehen.“ Mit dem sechs Meter tiefen Loch, das gerade für die Fundamente des Brückenpfeilers ausgehoben wird, werde es jetzt besonders gefährlich auf dem Plateau, fürchtet Huttenloher.

Die Baustellenabsperrung wurde gewaltsam geöffnet

Der Pressesprecher der Stadt, Andreas Létang, berichtet, dass eine Baufirma die Baustelle vor dem Wochenende absichern müsse. Die Firmen dokumentierten das mit Fotos. Die Bauunternehmen seien aber nicht verpflichtet, am Wochenende zu kontrollieren, ob der Zaun illegal geöffnet wurde.

Probleme gibt es laut Létang auch an der Baustelle südlich der Karolinenbrücke. Dort wird – wie berichtet – die Ufermauer saniert, um weiter dem Hochwasserschutz zu genügen. Auch dort ist der Zugang zur Baustelle natürlich gesperrt – und damit auch die Zugänge zum Wildpark vom Klösterl und von Pitzling aus. An dem Weg, der von Pitzling aus Richtung Baustelle führt, sei vor einiger Zeit der Bauzaun vermutlich mit einem Bolzenschneider aufgeschnitten worden. „Die Baufirma hat Anzeige erstatte“, informiert Létang.

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