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Kaufering

10.07.2020

Neues Konzept für Unfallschwerpunkt in Kaufering

Die Kreuzung Augsburger Straße/Viktor-Frankl-Straße in Kaufering gilt als Unfallschwerpunkt. Im Marktgemeinderat wurden jetzt die aktuellsten Planungen für den Bau eines Kreisverkehrs vorgestellt. 

Plus Seit Jahren laufen die Planungen für einen Kreisverkehr in Kaufering. Jetzt gibt es Überlegungen, in die Tiefe zu gehen. Demnächst stehen Gespräche mit Hilti an.

Die Abzweigung von der Augsburger Straße in die Viktor-Frankl-Straße am südlichen Ortsausgang von Kaufering gilt als Unfallschwerpunkt. Auch wiederholte Modifizierungen bei der Ampelschaltung brachten nicht den erhofften Effekt. Deswegen laufen seit Jahren die Planungen für einen Kreisverkehr. Dieser war nun wieder Thema im Marktgemeinderat, obwohl das Projekt gar nicht auf der Tagesordnung gestanden hatte.

Ratsmitglied Markus Wasserle ( SPD) erkundigte sich am Ende der öffentlichen Sitzung bei Bauamtsleiter Andreas Giampa nach dem aktuellen Stand. Dieser informierte darüber, dass die Planungen noch in vollem Gange seien. „Favorisiert wird derzeit ein einfacher Kreisverkehr mit Bypass in Nord-Süd-Richtung.“ Beim Bypass handelt es sich um eine separate Spur, wie es sie beispielsweise auch auf der B17 gibt, wenn Autofahrer von Norden kommen und Richtung A96/ Lindau abbiegen. Sie müssen nicht in den Kreisverkehr einfahren.

Angedacht ist laut Giampa zudem, den Fuß- und Radverkehr unter dem Kreisel hindurchzuführen. Dort, wo die vier Richtungen zusammentreffen, könnten die Radfahrer dann entsprechend ihrer Fahrstrecke kreuzungsfrei die Straßenseite wechseln. In der Vergangenheit war angeregt worden, für Radfahrer und Fußgänger eine Überführung über die Kreuzung zu bauen, dafür reiche der Platz aber nicht, so der Amtsleiter.

Neues Konzept für Unfallschwerpunkt in Kaufering

Zuständig für die Straße ist der Landkreis

Zuständig für den Knotenpunkt ist der Landkreis, da dort zwei Kreisstraßen aufeinandertreffen. Kaufering unterstütze die verkehrssichere und leistungsfähige Gestaltung der Kreuzung aber, betonte Andreas Giampa auf Nachfrage des LT. Abstimmungen sind zudem mit der Regierung von Oberbayern nötig, da sie über die Förderfähigkeit des Projekts entscheidet. Und auch die Zufahrt der Firma Hilti, die sich nur wenige Meter nördlich befindet, muss in das Gesamtkonzept integriert werden. Mit dem Unternehmen sollen demnächst Gespräche zu dem Thema stattfinden. Die Zufahrt ist ein Nadelöhr, das für Rückstaus auf der Augsburger Straße sorgt.

Hinsichtlich der Kosten und des Zeitplans wollte sich der Bauamtsleiter nicht festlegen. „Es ist noch nichts fix. Irgendwer muss es bezahlen und es ist ein Abwägungsprozess“, sagte er beispielsweise zu dem Ansatz, Rad- und Fußweg unter die Erde zu verlegen, und den damit verbundenen höheren Kosten.

Der gewünschte Kreisverkehr soll aber nicht nur die Zahl der Unfälle an der Kreuzung reduzieren, sondern den Verkehr auch aus Kaufering heraushalten. Das Problem schilderte Rätin Gabriele Triebel (Grüne) – damals noch Zweite Bürgermeisterin – gegenüber dem LT vergangenen September: Autofahrer aus dem Landsberger Norden, die im Gewerbegebiet einkauften oder arbeiteten, „fahren nicht auf die A96 und dann auf die B17 neu, sondern über die Augsburger Straße und durch Kaufering zur Anschlussstelle Hurlach“. Rund 22000 Fahrzeuge fahren laut Statistik täglich auf der Augsburger Straße südlich der Viktor-Frankl-Straße. Der diskutierte Kreisverkehr im Süden der Gemeinde soll den Verkehr über die Viktor-Frankl-Straße nach Westen in Richtung der vor elf Jahren gebauten neuen B17 lotsen.

Turbokreisel ist aktuell kein Thema mehr

Vom Tisch ist hingegen nach aktuellem Stand die Idee eines Turbokreisels. Dabei ist vorgesehen, dass die Abbiegespur aus Richtung Landsberg integriert wird. Sie erhält einen eigenen, inneren Kreisel, der sich wie bei einer Schnecke nach außen, auf den äußeren Kreisel fortsetzt. Fährt jemand fälschlicherweise auf der Abbiegespur Richtung Bahnhof, so bleibt er im Kreisverkehr und kann nach einer Umrundung weiter Richtung Kaufering fahren.

Lesen Sie dazu auch: Welche Umbauvariante ist am sinnvollsten?

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