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Landsberg

13.11.2017

Neues Landratsamt: Der Landrat putzt Klinken

Am Penzinger Feld soll der Neubau des neuen Landratsamtes entstehen.
Bild: Julian Leitenstorfer

Am Mittwoch geht es im Landsberger Stadtrat erneut um den geplanten Standort des neuen Gebäudes im Osten der Stadt. Aber auch um ein umstrittenes Wohnbauprojekt.

Der persönliche Einsatz für die Erweiterung des Landratsamts ist groß. In einem Brief an die Stadträte erklärte Landrat Thomas Eichinger jetzt auf zwei Din-A-4-Seiten, weshalb er die Ansiedlung der Behörde im Landsberger Osten für die notwendige und beste Lösung hält. Gleichzeitig besuchte er am Montag den Ältestenbeirat des Stadtrats, um im persönlichen Gespräch Argumente auszutauschen.

Der Planungsverband hält andere Standorte für besser

Es dürfte eine spannende Stadtratssitzung am Mittwoch (18 Uhr, Sitzungssaal Rathaus) werden, denn die ohnehin interessanten Themen wurden nun noch um die „Information zur Standortentwicklung Landratsamt – Landsberg Ost“ nachträglich ergänzt. Eine solche Entwicklung nämlich hatte Oberbürgermeister Mathias Neuner vorausgesetzt, sollte der Kreis an den Plänen festhalten, am Penzinger Feld neu bauen zu wollen (LT vom 7. November: „Das Landratsamt allein ist zu wenig“). Auch Stadtbaumeisterin Birgit Weber sprach von der Notwendigkeit, die Wünsche des Landkreises in den neuen Flächennutzungsplan mit einzuarbeiten. Eine solch zentrale Einrichtung könne nicht isoliert betrachtet und einfach an den Stadtrand gelegt werden.

Der Landkreis hingegen hatte vom Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München einen Standortvergleich in Auftrag gegeben, und zwar zwischen den Arealen Schlüsselanger, Klinikum und Penzinger Feld. Laut Thomas Eichinger seien dabei Schlüsselanger („Verkehrsbelastung, Grundwasser“) und Klinikum (periphere Lage im Westen des Landkreises, unattraktives Umfeld, Einschränkung der Erweiterungsfläche für das Klinikum) weniger geeignet als das Penzinger Feld (unter anderem vorteilhafte Verkehrserschließung, günstige Lage und schnelle Erreichbarkeit).

Die Anwohner hoffen auf eine Klage der Stadt

Doch auch die übrigen Punkte auf der Agenda ergeben einen informativen Abend. So wird der Überprüfungsantrag von Reinhard Skobrinsky (BAL) zur Hopfengartenstraße vor allem bei den Anliegern große Aufmerksamkeit finden, da dort auf einem Areal in Insellage Mehrfamilienhäuser gebaut werden sollen. Die Anlieger haben sich ebenfalls und erneut mit einem Brief an die Stadträte gewandt, in dem sie noch einmal ihre Haltung verdeutlichen. Nicht eine vertretbare Nachverdichtung in der Schwaighofsiedlung ist Gegenstand ihrer Beschwerde, sondern die in der Hopfengartenstraße geplante ihrer Meinung nach unverhältnismäßige Bebauung, die das Erscheinungsbild der Siedlung unwiderruflich zerstöre.

Die Anlieger hoffen nun darauf, dass die Stadt den Klageweg einschlagen werde, um der „Bedeutung dieses Vorhabens als Präzedenzfall gerecht zu werden.“

Weitere Punkte des Abends betreffen unter anderem den anstehenden Neubau der Eisenbahnüberführung am Urbanen Leben am Papierbach oder auch eine Rückschau des Landesamtes für Denkmalpflege zu Projekten in der Landsberger Altstadt.

Um eine weitere Art der Auseinandersetzung mit dem Thema „Bauen in Landsberg“ geht es parallel zur Stadtratssitzung in Erpfting. Ab 19 Uhr lädt dort die Bürgerinitiative Landsberg Südwest/Staufenstraße in das Gasthaus Sonne ein, um über „ungebremstes Bauen und Verdichten in Landsberg?“ zu sprechen und zu diskutieren. Gesprächspartner wird der Bürgermeister von Mauerstetten sein.

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