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Landsberg

19.08.2020

Neues Stadtviertel: Es gibt Hunderte Namensvorschläge

Die Bauarbeiten schreiten voran und bald sollen die verschiedenen Baufelder im Baugebiet Urbanes Leben am Papierbach auch eigene Namen haben.
Bild: Thorsten Jordan

Plus Wie heißen die Gebäude im neuen Landsberger Stadtviertel am Papierbach? Der Wettbewerb geht in die heiße Phase. Investor ehret+klein ist momentan besonders stolz.

Die neuen Gebäude an der Von-Kühlmann-Straße gewinnen mehr und mehr an Kontur. Die Abschnitte im Baugebiet Urbanes Leben am Papierbach (ULP) tragen jedoch noch ihre Arbeitstitel A1, A2,... Das soll bald anders werden, der Investor ehret+klein hat – wie berichtet – zur Namensgebung aufgerufen. Und die Landsberger haben sich rege beteiligt. Wie es weitergeht und warum man bei ehret+klein außerdem Grund zur Freude hat.

„An der Namensgebung beteiligt haben sich etwa 100 Personen“, berichtet Pressesprecherin Kerstin Kruppok. 465 Vorschläge seien für die südlichen Baufelder (A2, A3, B1, B2 und D) eingereicht worden. „Wir freuen uns über die rege Teilnahme und die tollen und einzigartigen Namensvorschläge.“ Kruppok erzählt, dass teilweise auch längere Erläuterungen zu den Namen geschickt worden seien. ehret+klein sowie die Bürgergruppe ULP würden im nächsten Schritt drei bis fünf Vorschläge pro Baufeld auswählen und die Bürger ab dem 24. August darüber abstimmen lassen. Am 15. September sollen Ergebnisse bekannt gegeben werden. Bis dahin hüllt der Investor noch den Mantel des Schweigens über die Vorschläge.

Erster Preis beim polis Award

Bei ehret+klein gibt es noch einen Grund zur Freude: Eine Industriebrache werde mit „wegweisender Kreativität“ in einen neuen Schmelztiegel der Innenstadt umgewandelt, lobt die Jury des „polis Award für Stad- und Projektentwicklung“. In der Kategorie „urbanes Flächenrecycling“ ist ULP heuer der Gewinner dieses Wettbewerbs. „Das ’polis Magazin für Urban Development’ ist das Magazin für Städteplaner“, berichtet Pressesprecherin Kruppok. Preisträger sind ehret+klein in Kooperation mit Auer und Weber Architekten und Kehrbaum Architekten mit ihrem ULP-Projekt in Landsberg.

Das Magazin gebe es seit 25 Jahren, seit fünf Jahren werde der „polis Award“ ausgelobt, um besonderen Projekten einen besonderen Raum zu geben und Mut und Kreativität zu belohnen, so Kruppok. Die Messe „polis Convention“ habe heuer virtuell stattgefunden, ebenso die Preisverleihung. „Der polis Award für Stadt- und Projektentwicklung würdigt Projekte, die über ihren eigenen Rahmen hinaus einen Beitrag für das öffentliche Wohl einer Stadt erbringen“, heißt es in einer Pressemitteilung von ehret+klein. Rund 140 Bewerbungen für sieben Kategorien seien beim Auslober des Preises, dem Verlag Müller + Busmann, eingegangen.

Jury lobt zukunftsträchtige Architektur am Lech

Die Jury bestehe aus Experten aus den Bereichen Politik, Immobilienwirtschaft sowie Stadt- und Projektentwicklung. Für die Kategorie urbanes Flächenrecycling hielt der Essener Baurat Martin Harter die Laudatio. ULP spricht er eine „zukunftsträchtige Architektur“ zu, die mit einer Vielfalt von Möglichkeiten große Teile der Bevölkerung erreiche. Der Laudator hebt auch ein „innovatives Energiekonzept“ hervor.

Realisiert wird laut ehret+klein auf etwa 57.000 Quadratmetern ein Stadtviertel mit Wohnungen, Büro-, Einzelhandels- und Gastronomieflächen, sowie Räumen für Betreuungs- und Kulturangebote. Die Fertigstellung sei für 2024 geplant. Im Untergeschoss von Baufeld A1 Süd befinde sich eine Energiezentrale, die zukünftig das gesamte Quartier mit Wärme versorgen werde. Über 1000 Parkplätze würden in Tiefgaragen geschaffen.

Eine App für das neue Landsberger Quartier

In die Planungs- und Entscheidungsfindung würden Stadträte, Bürger, Kulturschaffende und Gewerbebetriebe einbezogen. ehret+klein will Zukunftsthemen wie Coworking und Sharing fördern. Geplant ist, eine Quartiersapp zu entwickeln, wie es in der Pressemitteilung heißt. Eine soziale Durchmischung und Vielfalt im Quartier soll über die aus München bekannte soziale Bodennutzung (SoBoN) verwirklicht werden.

Lesen Sie dazu auch: Urbanes Leben am Papierbach: Namen für Gebäude gesucht

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