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Wohnen

26.11.2020

Neues am Wiesengrund

Wiese statt Bauland: Für den Wiesengrund an der Schongauer Straße in Landsberg wurde ein neuer Bebauungsplan aufgestellt.

Seit einigen Jahren besteht an der Schongauer Straße im Süden Landsbergs Baurecht. Kann jetzt endlich gebaut werden?

Am Wiesengrund an der Schongauer Straße im Süden von Landsberg besteht seit einigen Jahren Baurecht. Bereits im Juli 2013 wurde die Aufstellung eines Bebauungsplanes beschlossen. Doch das Bauland ist immer noch eine Wiese. Jetzt hat der Stadtrat einen Schritt hin zu einer Bebauung gemacht.

Der bislang geltende Bebauungsplan sieht eine kleinteilige, eher lockere Bebauung mit nicht allzu großer Höhenentwicklung vor. Nachdem im Jahr 2016 der Wunsch zweier Bauträger, die Geschossflächenzahl zu erhöhen, vom Stadtrat noch mehrheitlich abgelehnt worden war, folgte kurz nach Erlass des Bebauungsplans die Kehrtwende. Der neue Bebauungsplanentwurf sieht eine dichtere Bebauung und einen drei- bis fünfstöckigen Geschosswohnungsbau in offener Bauweise vor. Als Grund für die Umstrukturierung der Planung wird der steigende Bedarf an Wohnraum, insbesondere an preisgünstigen Mietwohnungen, genannt. Zur „Versorgung und Belebung“ des Baugebiets sollen eine Kindertagesstätte sowie gewerbliche Flächen an der Schongauer Straße sorgen.

In seiner jüngsten Sitzung hatte der Stadtrat erneut über die Abwägung von im Änderungsverfahren eingegangenen Stellungnahmen zu entscheiden und den Satzungsbeschluss zu fassen. In der Stadtratssitzung Ende Oktober war der Satzungsbeschluss noch an der Frage gescheitert, ob ein Anschluss aller Bewohner an ein modernes Wärmenetz rechtlich durchsetzbar ist. Eine entsprechende Regelung hatten unter anderem Christian Hettmer (CSU) und Dr. Wolfgang Weisensee (Landsberger Mitte) gefordert.

In der jüngsten Sitzung sicherte die Stadtverwaltung zu, dass dies über eine entsprechende Satzung oder über die Kaufverträge geregelt werden kann, ohne dass dies im Bebauungsplan geregelt werden muss. Ebenfalls in die Satzung aufgenommen wurde, dass bei der Bepflanzung auch heimische Baum- und Straucharten berücksichtigt werden. Diesen Wunsch hatten Ulrike Gömmer (Grüne) und Christoph Jell (UBV) geäußert. Stefan Meiser (ÖDP) hatte darum gebeten, die Ausgleichsflächen festzulegen. Laut Stadtbaumeisterin Birgit Weber sei dies bereits im ursprünglichen Bebauungsplan geregelt.

Der neue Bebauungsplan wurde vom Stadtrat einstimmig beschlossen. Wie berichtet, möchte die Stadt einen Teil der Flächen der drei Quartiere vermarkten. (wu)

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