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Liegeplätze

29.05.2015

Nicht mehr über die Hintertür zum Segelsteg

Weil Urlauberplätze leer bleiben, machen Auswärtige dauerhaft in Schondorf fest. Das soll sich ändern

Liegeplätze für Segeljachten sind am Ammersee begehrt. Und deshalb hat sich in der jüngsten Gemeinderatssitzung in Schondorf wieder einmal eine lebhafte Aussprache über fünf dieser Objekte entwickelt. Es handelt sich um jene Plätze, die bislang für Urlauber, die mit ihren Booten nach Schondorf kommen, freigehalten werden. Allerdings werden diese Anlegestellen nicht durchgängig beansprucht. Daher lautete die Frage: Wie soll die Vergabe der Gastliegeplätze an den gemeindlichen Segelstegen künftig gehandhabt werden? Dazu kommt, dass auf die nicht durchgängig belegten Stegplätze auch andere Interessenten ein Auge geworfen haben, denn der Gemeinde liegen drei Anträge auf Saisonliegeplätze vor.

62 Plätze sind an den beiden Stegen nördlich der Seeanlage insgesamt vorhanden, erklärt auf LT-Nachfrage Bürgermeister Alexander Herrmann. Sie lassen sich in vier Kategorien unterteilen: Der erste Teil ist an die beiden örtlichen Segelklubs jeweils auf fünf Jahre verpachtet. Daneben gibt es eine Reihe von Plätzen, die jeweils für fünf Jahre an Ortsansässige vergeben werden. Der dritte Teil ist noch Personen vorbehalten, die einst vor Schondorf Bojen besaßen, die jedoch aufgelöst worden sind. Und schließlich gibt es die besagten fünf Gastliegeplätze. Diese sind grundsätzlich für Urlauber freizuhalten, doch Praxis ist nach den Worten von Bürgermeister Herrmann auch, dass nicht benötigte Plätze seit Jahren anderweitig, auch von Nicht-Schondorfern, genutzt werden. Diese müssten nur dann zeitweise weichen, wenn einmal mehr segelnde Feriengäste da sind.

Diese Praxis habe dazu geführt, dass man im Verkehrsamt oft nicht gewusst habe, ob ein Platz am Steg frei sei oder nicht, so Hermann weiter. Daher sollte über einen neuen Vergabemodus entschieden werden. Zu einem Ergebnis kam der Gemeinderat aber noch nicht. Deutlich wurde in der Diskussion, dass die Plätze nicht von Auswärtigen genutzt werden sollten, während die Einheimischen zehn Jahre anstehen müssen, um fünf Jahre einen Liegeplatz zu bekommen. Andererseits sollten aber auch noch Kapazitäten für Urlauber vorhanden sein.

Der Gemeinderat beschloss, die Anträge für Saisonliegeplätze abzuweisen. Erst nach Gesprächen mit dem Segelklub und dem Verkehrsverein über deren Bedarf wird entschieden, wie die Plätze künftig vergeben werden sollen. (sr/ger)

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