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Romenthal

24.04.2015

Nicht so viel Wohnfläche im alten Stall

Umbau wird anders gestaltet und auch am Triebhof gibt es eine neue Planung

Weniger Ferienwohnung, mehr Hochzeitssuite: Die Umnutzung des ehemaligen Rinderstalls in Romenthal soll etwas anders ausgestaltet werden als bislang geplant. Dem Bau- und Umweltausschuss des Dießener Gemeinderates lag jetzt ein neuer Bauantrag vor, der nur noch zwei (statt zuvor beantragter drei) Ferienwohnungen beinhaltet. Die Wohnfläche der ebenfalls beantragten Hochzeitssuite soll sich hingegen von bislang 284 auf 359 Quadratmeter Wohnfläche erhöhen.

Der Umbau des Rinderstalls hatte das Gremium bereits 2012 beschäftigt. Damals hatte der Bauausschuss das Einvernehmen zu drei Ferienwohnungen und der Hochzeitssuite erteilt. Dies geschah in der Annahme, dass diese Nutzungen einen Nebenzweig des baurechtlich privilegierten landwirtschaftlichen Betriebs in Romenthal darstellen, wie es damals hieß. Das ist deshalb von Bedeutung, weil sich Romenthal im Außenbereich befindet.

Die Hochzeitssuite wurde zwischenzeitlich im Herbst 2013 auch vom Landratsamt genehmigt, ebenso der Hochzeitssaal an der Südseite der Stallung. Allerdings forderte die Genehmigungsbehörde nach Angaben des Planers, die Zahl der beantragten Ferienwohnungseinheiten mit Wohnflächen zwischen 83 und 88 Quadratmetern zu reduzieren. Jetzt sieht die Planung nur noch zwei Ferienwohnungen mit 62 und 65 Quadratmetern Wohnfläche vor. Der Bauausschuss erteilte einstimmig sein Einvernehmen mit der geänderten Planung.

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Zurückgestellt wurde jedoch ein Bauantrag zur Errichtung eines Lauf- und Bewegungsstalls für Rinder und Pferde auf dem Seehof. Der dortige landwirtschaftliche Betrieb soll um ein 27 mal neun Meter großes und im First 6,62 Meter hohes Gebäude erweitert werden. Das Bauamt sah das Vorhaben als genehmigungsfähig an. Bereits im vergangenen Jahr habe das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten bestätigt, dass es sich um einen baurechtlich privilegierten Hof handle, als der Bau eines Betriebsleiterwohnhauses beantragt worden war.

Franz Kubat (Dießener Bürger) merkte dazu an, dass der planende Architekt auch der Betriebsleiter sei. „Führt er den Betrieb als Architekt?“, fragte er. Michael Hofmann (Bayernpartei) sprach an, dass sich das beantragte Vorhaben im Landschaftsschutzgebiet befindet, daher wünsche er vor einer Entscheidung eine Stellungnahme der Unteren Naturschutzbehörde. Daraufhin stellte der Ausschuss eine Entscheidung zurück.

Wiederum zugestimmt wurde im Ausschuss einer Voranfrage zum Bau eines Hofcafés auf dem Triebhof zwischen Rieden und Holzhausen. Eine Scheune soll gastronomisch umgenutzt und um einen Wintergarten mit einer Nutzfläche von 71 Quadratmetern erweitert werden. Außerdem sollen im Dachgeschoss drei Fremdenzimmer eingerichtet werden, geht aus der Sitzungsvorlage des Bauamts hervor. Der Bauausschuss erklärte sein Einvernehmen unter der Bedingung, dass auch die Fachbehörden dem Vorhaben zustimmen.

Die jetzige Planung ist deutlich kleiner als das, was vor Jahren einmal am Triebhof angedacht war. Damals waren Pläne für ein 78-Betten-Hotel mit Restaurant, Reitplatz, Tennisplätzen und Golfübungsfläche entwickelt worden. Sie scheiterten jedoch aufgrund der Einzellage des Anwesens, das ohne baulichen Zusammenhang mit einem größeren Siedlungsbereich ist. (ger)

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