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22.06.2009

Nichts Greifbares für Walleshauser Schule

Geltendorf/Walleshausen Die Chancen, Walleshausen als Außenstelle der Geltendorfer Grundschule zu erhalten, scheinen zu schwinden. Das Staatliche Schulamt in Landsberg hat sich bereits vor längerer Zeit auf eine Zentralisierung in Geltendorf festgelegt. Offenbar zeigen auch Eltern aus Hausen und Kaltenberg wenig Neigung, ihre Kinder nach Walleshausen zu schicken, um den dortigen Unterrichtsbetrieb zu erhalten. In der jüngsten Ratssitzung schnitt Benedikt Lichtenstern (CSU) das Thema an.

Seit dem Infoabend am 11. Mai in der Kaltenberger TTC-Halle hat sich in Richtung Schulstandort Walleshausen wenig bewegt. Ein Gespräch bei der Regierung von Oberbayern am 15. Mai brachte keine greifbaren Ergebnisse. Der CSU-Landtagsabgeordnete Dr. Thomas Goppel, protokollierte zu dem von ihm initiierten Treffen:

Man sei sich einig, dass die Walleshauser Problematik nicht ohne Beteiligung der Eltern aus den anderen Gemeindeteilen lösbar sei.

Zeit für Gespräche bleibt noch, da die Klassenbildung erst im Juli endgültig erfolgt.

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Es soll versucht werden, die verschiedenen Interessen in Walleshausen und in den übrigen Gemeindeteilen aufeinander abzustimmen und für 2009/10 noch eine ortsnahe Lösung für Walleshausen zu realisieren.

Ab 2010/11 muss dann nach Ansicht der Regierung damit gerechnet werden, dass alle Schülerinnen und Schüler in Geltendorf beschult werden. "Sie sehen", so fasste daraufhin das Schulamt in einem Elternbrief vor den Pfingstferien zusammen, "dass eine Lösung für Walleshausen nur möglich wird, wenn Eltern aus Kaltenberg, Hausen, Petzenhofen, Wabern oder Geltendorf freiwillig bereit sind, ihre Kinder für das kommende Schuljahr nach Walleshausen zu schicken." Diese Hoffnung hatte aber bereits damals einen Dämpfer in Gestalt einer Unterschriftenliste aus Kaltenberg und Hausen bekommen. Daraus geht hervor, dass die Eltern ihre Kinder lieber in die Schule nach Geltendorf schicken wollen.

Nur neun in Geltendorf

Das Ergebnis einer Elternbefragung in Walleshausen steht laut Bürgermeister Wilhelm Lehmann ( CSU) noch aus. Vom Tisch sind auch Lösungen, die auf zehn Klassen basieren, denn rechnerisch können in der Gemeinde Geltendorf nur neun gebildet werden.

Deshalb wurde als weiterer Vorschlag zwischenzeitlich auch angedacht, neben zwei Kombiklassen in Walleshausen und sechs jahrgangsreinen Klassen auch eine Kombiklasse in Geltendorf einzurichten. Doch gegen eine Kombiklasse in Geltendorf hat sich dem Vernehmen nach bereits Widerstand artikuliert. Dass der Erhalt der Schule in Walleshausen nun insbesondere an die Meinungsbildung in Hausen und Kaltenberg gekoppelt werden soll, kritisierte Benedikt Lichtenstern. "Haben die Hausener und Kaltenberger mehr Stimmrecht als die Walleshauser?", fragte er und wies auf Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) hin, demzufolge die Klassenstärken kleiner werden sollten. Dessen Aussagen wollte Josef Weiß (CSU) freilich nicht so hoch hängen: "Der Kultusminister weiß doch gar nicht, von was er redet."

Das nächste Treffen der Arbeitsgruppe aus Gemeinderatsmitgliedern und Elternvertretern soll am Dienstag stattfinden. Man sei dabei, sich auch noch weitere Alternativen zu überlegen, kündigte Elisabeth Raymann von Loefen (CSU), die Sprecherin der Arbeitsgruppe, an.

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