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Asylunterkünfte

08.05.2015

Noch bis Sommer auf der sicheren Seite

Petition abgelehnt: Die Staatsregierung prüft weiterhin das Grundstück an der Pfettenstraße als Standort für eine mögliche Wohncontaineranlage.
Bild: Thorsten Jordan

Landkreis Landsberg liegt derzeit im Plansoll. Landtagspetition eines Anwohners zum Standort Pfettenstraße ist gescheitert

Das Grundstück an der Pfettenstraße bleibt weiterhin in der Prüfung als möglicher Standort für eine Asylbewerberunterkunft. Die Eingabe eines Anwohners an den Petitionsausschuss des Bayerischen Landtags, das Gelände aufgrund seiner Funktion als Naherholungsgebiet als Standort auszunehmen, wurde negativ beschieden. Das teilte der Pressesprecher des Landtags, Dr. Anton Preis, dem LT auf Anfrage mit.

Der Anwohner hatte in seiner Eingabe seine Enttäuschung ins Feld geführt, dass dort gegenüber der JVA grüner Lebensraum geopfert werden solle. Dr. Preis: „Das Innenministerium konnte sich den Bedenken des Petenten nicht anschließen.“ Aufgrund dieser Stellungnahme erklärte der Ausschuss für Eingaben und Beschwerden die Petition für erledigt.

Wolfgang Müller, Pressesprecher des Landratsamts Landsberg bestätigte, dass die Pfettenstraße als möglicher Standort für Wohncontainer weiterhin geprüft werde. Allerdings habe er bislang von der Regierung von Oberbayern nach wie vor keine Nachricht, ebenso wenig wie zum weiteren Vorgehen zur Nutzung des Staatlichen Hochbauamts als Unterkunft für Asylbegehrende. Wolfgang Müller: „Es sind noch immer alle Optionen möglich, auch, dass der Freistaat dort eine Unterkunft selbst betreibt.“

Stand Mitte der Woche sind im Landkreis 745 Asylbewerber gemeldet und untergebracht. Die Prognose von 1070 aufzunehmenden Personen bis zum Jahresende 2015 sei ebenfalls noch aktuell, wenngleich sich die Anforderungen täglich ändern könnten. Deshalb seien das Landratsamt permanent auf der Suche nach Wohnungen und Häusern, wenngleich der Landkreis zumindest bis zum Sommer noch auf der sicheren Seite sei. Doch "der Bestand geht zur Neige“.

Während der Stadtrat Landsberg am Mittwoch mit 25:2-Stimmen die Verlängerung der Nutzungsdauer der Wohncontainer in der Münchner Straße bis 31. Dezember 2019 beschlossen hatte, sucht das Landratsamt für die Asylbewerber der Schlesierstraße in Kaufering ebenfalls neue Unterbringungsmöglichkeiten. Wie im LT bereits berichtet, wird der Landkreis die Wohnanlage zum Jahresende aufgeben. An dieser Stelle soll nach dem Abriss der in die Jahre gekommenen Gebäude ein neues soziales Wohnungsbauprojekt entstehen.

Derzeit sind dort 80 Asylbewerber untergebracht. Nachdem es sich dabei laut Wolfgang Müller zum Teil um Familien handle, die schon lange in Kaufering leben, da sich ihre Asylverfahren in die Länge ziehen, sei die Verwaltung bemüht, für diese Menschen das soziale Umfeld wie etwa der gewohnte Kindergarten, die Schule aber auch bereits geknüpfte private Kontakte möglichst zu erhalten.

Daher werden Wohnung und Häuser bevorzugt in Kaufering gesucht, die der Landkreis anmieten könnte. 

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