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28.09.2007

Noch keine Entscheidung zur Städtebauförderung

Utting Ist der Uttinger Ortskern sanierungsbedürftig oder nicht? Bringt eine schönere Bahnhofstraße mehr Kunden in die Läden? Welche finanziellen Belastungen kommen bei Sanierungsmaßnahmen auf die Anlieger zu? Kann die Gemeinde das Steinhauser-Grundstück erwerben? Viele Fragen stellten sich in der jüngsten Gemeinderatssitzung und in der anschließenden Anliegerversammlung.

Die Frage nach der Sanierungsbedürftigkeit soll in Kürze bei einem Ortstermin mit einer Mitarbeiterin der Regierung von Oberbayern, die für die Städtebauförderung zuständig ist, abgeklärt werden. Dies hat der Gemeinderat beschlossen, die Grünalternative Liste (GAL) stimmte zu, dass ihr Antrag auf sofortige Beantragung der Städtebauförderung (LT berichtete) bis nach dem Besuch aus München zurückgestellt wird. Josef Lutzenberger (GAL) hatte zuvor deutlich gemacht, dass es der GAL vor allem darum gehe, den Prozess Städtebauförderung voranzubringen, wie dies im Mai 2006 vom Gemeinderat beschlossen worden sei. "In den 16 Monaten ist nichts passiert."

Klingl verhandelt demnächst wieder wegen Steinhauser Haus

Dagegen verwahrte sich Bürgermeister Josef Klingl (CSU). Er betonte, dass es sowieso keine Gelder im Rahmen der Städtebauförderung gebe und er sich auch nicht sicher sei, ob es für den Umbau der Bahnhofstraße Gelder geben werde. Er wolle ein Gesamtkonzept "und dazu gehört vor allem das Schlüsselgrundstück am Dorfbrunnen". Vielleicht gebe es in naher Zukunft eine Entscheidung, er führe demnächst wieder Gespräche mit der Besitzerin des Steinhauser-Hauses. "Wir waren uns einig, dass besagtes Grundstück mit dabei sein muss", sagte auch Alexander Noll (CSU). Grundstücksverhandlungen würden aber nicht nach außen getragen.

Noch keine Entscheidung zur Städtebauförderung

Klingl berichtete in der Anliegerversammlung, dass er bisher sehr unterschiedliche Meinungen seitens der Anwohner, aber auch der Geschäftsleute zu hören bekommen habe. Der Gemeindechef hatte bereits in der Vergangenheit mehrfach betont, dass er gegen die Anwohner keine Umgestaltung machen wolle.

Er verdeutlichte am Donnerstagabend aber auch, dass die Gemeinde dazu das Recht habe. Und er habe mit seinem Bürgermeisterkollegen Herbert Kirsch aus Dießen gesprochen. Auch dort seien die Anwohner anfänglich gegen die Städtebauförderung gewesen, "und jetzt sind sie froh".

Professor Dr. Ottmar Götz, der mit einer Baumspendeaktion die jetzige Diskussion um die Bahnhofstraße ins Rollen gebracht hatte, ist eigenen Worten nach "völlig überrascht, was diese Aktion ausgelöst hat". Er betonte, dass es ihm darum gehe, Bäume zu pflanzen, um die Straße zu beleben. Der Architekten-Plan habe nur dazu gedient, mögliche Positionen von Bäumen zu bestimmen, damit sie nicht bei einer späteren Umgestaltung im Weg stünden. Dies seien aber erst zukünftige Schritte.

Folgen einer Umgestaltung werden unterschiedlich bewertet

Der ehemalige Zweite Bürgermeister und Bahnhofstraßenbewohner, Laurens Högenauer sagte, dass seines Wissens nach diese Baumpflanzung keine Verbesserung der Funktionalität der Straße darstelle, sich also nur um eine optische Gestaltung handle und damit nicht auf die Anlieger umzulegen sei. Klingl war anderer Meinung. Diskutiert wurde auch, ob eine Verbesserung der Straße mehr Zulauf für die Geschäfte bringt, was manche glauben. Andere sehen wenig Chancen das Verkaufsverhalten zu ändern. Helmut Schiller (SPD) setzte sich für Bäume und eine Verbesserung der Beleuchtung vor allem am Dorfbrunnen ein. Damit wäre viel erreicht und es könnte nicht so teuer sein. "Es wäre sicher ein Riesensignal."

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