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Landsberg

17.06.2019

Noch sind nicht alle Wege zu den Berghütten begehbar

Die Landsberger Hütte im Tannheimer Tal ist seit 7. Juni geöffnet.
Bild: Jacqueline Vogt

Wie sieht es mit einer Tour zur Landsberger Hütte am letzten Ferienwochenende aus? Alpinisten geben Tipps für den sicheren Aufstieg.

Wer Richtung Berge blickt, sieht noch viele weiße Gipfel. Die Hütten der hiesigen Alpenvereinssektionen sind zwar alle geöffnet. Das heißt aber noch lange nicht, dass jeder Weg dorthin begehbar ist, wie von den Verantwortlichen zu erfahren ist. Vor allem auf Nordseiten liegt oft noch Schnee und man muss damit rechnen, dass Bäume über den Wegen und Steigen liegen, die von der Schneelast umgedrückt wurden.

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Die Landsberger Hütte im Tannheimer Tal (1810 Meter über dem Meeresspiegel) in Tirol hat – wie geplant – seit 7. Juni geöffnet und ist vom Vilsalpsee und von der Bergstation Neunerköpfle gut zu erreichen. Den Weg über das Birkental von Rauth aus würde der Zweite Vorsitzende der Sektion Landsberg, Jochen Metzen, meiden. „Es ist ein schattiges Tal.“ Den Wanderer erwartet eine innen weitgehend sanierte Hütte, wie Metzen berichtet. Die Küche sei komplett überarbeitet, ebenso die Stuben, außerdem sei die Heizung erneuert worden. Die Arbeiten konnten wie geplant abgeschlossen werden.

Noch sind nicht alle Wege zu den Berghütten begehbar

Auf der Landsberger Hütte wurde saniert

Die Sanierung des Sanitärbereichs steht laut Jochen Metzen noch aus und soll Ende der Saison oder im nächsten Jahr angegangen werden. Angesichts der noch vorhandenen Schneemengen in den Bergen empfiehlt Metzen, grundsätzlich vorsichtig zu sein und die hohen Wege über 1800 Metern nie ohne Steigeisen zu begehen. Und er rät dazu, sich beim jeweiligen Hüttenwirt zu erkundigen, wie die Qualität des geplanten Wegs ist.

Letzteres ist auch der Vorschlag des Vorsitzenden der Alpenvereinssektion Kaufering, Helmut Hohenadl. Die Gufferthütte (1475 Meter) zwischen Rofan und Blaubergen hat seit 24. Mai geöffnet. Wege über 1700 Meter Seehöhe hält er derzeit noch für bedenklich – vor allem, wenn sie nordseitig einen Berg entlang führen. Die Südseiten seien zumeist frei. „Dieses Jahr ist es extrem mit dem vielen Schnee“, sagt Hohenadl. Frei sei der Weg vom Parkplatz Köglboden, wie er sagt. Ansonsten blockieren in den Alpen nicht nur Bäume mit Schneedruck Wege und Steige, an manchen Stellen sind die Wege auch abgerutscht oder weisen Risse auf.

Die Alpenvereine sind später dran als sonst

Die Neue Magdeburger Hütte (1633 Meter) der Sektion Geltendorf in der Nähe von Innsbruck hat seit 25. Mai geöffnet, wie Pressereferentin Renate Maier erläutert. „Wir sind 14 Tage später dran als geplant.“ Auch sie weiß von Schneebruch und Bäumen auf dem Weg. Von Hochzirl aus und über den Fahrweg von Zirl aus, erreiche man die Hütte jedoch gut. Mit Schneelagen hat die Dießener Hütte der Sektion Ammersee weniger zu kämpfen, sie liegt auf 867 Metern bei Garmisch.

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