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Notarzt-Dienste: Mehr Hauptamtliche

Notarzt-Dienste: Mehr Hauptamtliche
Kommentar Von Gerald Modlinger
16.01.2020

LT-Redakteur Gerald Modlinger fragt sich, wie lange das Prinzip der Freiwilligkeit bei den Notärzten noch funktioniert.

Da kann es einem schon etwas mulmig werden, wenn zu lesen ist, dass manche Notarzt-Stellen in Bayern tagelang nicht besetzt werden können. Das bedeutet zwar in der Regel keinen Totalausfall der notärztlichen Versorgung, da man sich gegenseitig aushilft. Aber es zeigt doch, dass das notärztliche Netz an manchen Tagen grobmaschiger wird.

Solche Ausfallzeiten werfen ein weiteres Schlaglicht auf unsere Pflege- und Krankenversorgung. Vieles, was dort geleistet wird, beruht auf der Freiwilligkeit, über die normale 40-Stunden-Woche hinaus zu arbeiten und für andere einzuspringen, um das System aufrechtzuerhalten. Und das passiert oft ohne, dass es besondere finanzielle Anreize dafür gibt.

Solche Mehrarbeit kann aber oft nur von den Notärzten geleistet werden, die jung oder ohne Familie sind. Wer Kinder hat, braucht Zeit für sie. Insbesondere, wenn beide Elternteile berufstätig sind, ist es schwer möglich, 50 oder 60 Stunden in der Woche im Dienst zu sein. Und wer älter ist, braucht irgendwann längere Ruhepausen. Deshalb wird man wohl irgendwann um eine stärker hauptamtliche Notarztversorgung nicht herumkommen.

So sieht die Lage bei den Notärzten im Landkreis Landsberg aus: Wie groß ist in Landsberg die Not bei den Notärzten?

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