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Landsberg

18.06.2018

Nur die Nationalelf wird am Ende zum Stimmungskiller

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4 Bilder
So schön wie gedacht verlief das Public Viewing beim Spiel Deutschland-Mexiko auf der Landsberger Wies'n nicht.
Bild: Julian Leitenstorfer

Die 0:1-Auftaktniederlage bei der Fußball-Weltmeisterschaft trübt die gute Laune auf der Landsberger Wies‘n. Ansonsten ziehen Festwirt und Organisator eine positive Bilanz.

Eigentlich waren die Voraussetzungen optimal: ein schöner Festumzug zum Finale der Landsberger Wies’n und ein volles Festzelt. Nur eines passte nicht: das Ergebnis des ersten WM-Auftritts der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Mexiko.

Mit seinem Tipp lag der Festwirt falsch

0:1 verloren die Jungs von Bundestrainer Jogi Löw und hinterließen am Ende nicht nur ein fassungsloses Zeltpublikum – bis auf einen Mexikaner, der sich die Freude aus dem Leib schrie. Festwirt Roland Rachinger, selbst großer Fußballfan, hatte vor dem Spiel selbstbewusst getippt: „Dass sie gewinnen, steht eh fest.“

Dass er selbst schon vor der Partie zu den Gewinnern zählte, das räumte er aber gerne ein. Seit drei Jahren sei er in Landsberg, und die Umsatzzahlen steigen sprunghaft an. „Das liegt sicherlich am exzellenten Service“, ist Wies’n-Organisator Edi Diebold überzeugt, außerdem verwende der Wirt aus Pappenheim ausschließlich Frischwaren.

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„Vorglühen“ wird zunehmend zum Problem

Sorgen macht den beiden aber zunehmend das ganz junge Publikum, das zwar zahlreich das Zelt schon in den frühen Abendstunden füllt. „Die Jugend an sich ist schon schwer in Ordnung“, sagt Diebold. Aber: Viele kämen „vorgeglüht“ – also stark alkoholisiert zum Volksfest. Das komme nicht gut an, auch nicht bei den übrigen Gästen.

Die Wies’n, das wiederum gefällt OB Mathias Neuner, habe sich prächtig entwickelt. Fahrgeschäfte guter Qualität wie die Top-Nummer Wellenflug oder auch das Bullenreiten müssten nicht mehr so intensiv von Landsberg überzeugt werden. Edi Diebold: „Das Riesenrad war im Vorjahr nur eingesprungen. Jetzt wollte der Betreiber unbedingt wiederkommen.“

Diebold selbst hat lange schon sein Herz an Landsberg verloren, seit 1996 kümmert er sich um die Wies’n. Nur die Nationalmannschaft, auf die muss er sich künftig besser verlassen können. Denn unzufriedene und enttäuschte Gäste seien nicht gut fürs Geschäft. Wobei Jens Grüttner und Flo Schaller aus Landsberg den ersten Schock schnell verdaut haben. Doch noch ist ja nichts verloren. Ihr Vertrauen in die Löw-Truppe ist unendlich groß. „Einfach weiter Gas geben, dann funktioniert das wieder.“

Der Trachtenverein Apfeldorf gab anschließend sein Bestes, um zu retten, was noch zu retten war.

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