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s’Maximilianeum

14.06.2018

Nussschüsselblues auf der Kleinkunstbühne

Den „Nussschüsselblues“ brachten „die feisten“ – Mathias ‘C.’ Zeh und Rainer Schacht – im Stadttheater auf die Bühne.
Bild: Julian Leitenstorfer

Das Duo „die feisten“ bringt jede Menge Instrumente und viel Witz mit nach Landsberg

„Die Klimaanlage ham se beim Bau vergessen.“ Aber lustig fanden es „die feisten“ doch, dass sie bei 30 Grad und mehr ihren Auftritt hatten und es da vor lauter Schweiß schon mal vorkam, dass Wechstaben verbuchselt wurden. Ja, selber schuld, hätte das Duo nicht so viele Fans ins Landsberger Stadttheater gelockt, hätten sie im Foyer auftreten können, und da wäre es vielleicht nicht so schwülwarm gewesen.

Aber schön war es doch, und vor allem lustig – für ihr nächstes Engagement in der Lechstadt bestellten sie sich genau wieder solche Temperaturen. „die feisten“ gingen aus dem Trio „ganz schön feist“ hervor, das bereits bei der Landsberger Kleinkunstbühne s’Maximilianeum gastierte. Jetzt also als Duo, und das war nicht weniger witzig und unterhaltsam. „Wir haben Sehnsucht gehabt“, erklärte Rainer Schacht zu Beginn, „ein unbestimmtes Verlustgefühl“. Nach Buchstaben legen und Gläser rücken war klar: Landsberg musste wieder einmal angesteuert werden. Also das Instrumentarium, etliche Zupf- und Schlaginstrumente, eingepackt und losgedüst – im Gepäck das Programm „Nussschüsselblues“. Von der Bar und der Schüssel mit den Nüssen, in die auch ungewaschene Hände greifen, geht es nach „Schämnitz“ zum mdr und „Ein Kessel Buntes“. Jawohl, dort sind sie als „ganz schön feist“ auch schon aufgetreten. „Das Video gibt es noch, das zeigen wir aber nur noch im Darknet.“

„Griechischer Wein“ wird bei den feisten zu „Kriech ich da Wein“ und „Unfortunately“ ist die Reminiszenz an das englische Liedgut. „Es ist gut, dass du weißt, was du willst“, singt das Publikum im Chor mit und wandert frohgemut in die Pause. Der zweite Teil des Abends ist der Liebe gewidmet. Sie ist ein Medikament, das gut wirkt, aber Nebenwirkungen hat. Das Duo hat ein Rezept für ewiges Zusammensein, bezeichnet die Ü20-Partys frech als Festival der Falten, berichtet vom Sexualkundeunterricht bei „Flamingo Dolores“. Auf der Bühne sind Rainer Schacht und Mathias Zeh („C.“) keineswegs nur Musiker. Sie bringen die Besucher auch mit vielerlei Faxen, Schauspielerei und hanebüchenen Erzählungen ein ums andere Mal zum Lachen. Der Gipfel ist Rainer als spanische Prinzessin, die ihre Freier mit sirenengleichem Gesang verhext. „Aus dieser Rolle komm ich stets nur sehr schwer wieder raus, das dauert oft Tage.“ (löbh)

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