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Asyl

30.03.2015

Offener Brief an den Landrat

Das frühere Offiziercasino, auch „Tchibo-Villa“ genannt.
Bild: Thorsten Jordan

Jost Handtrack kritisiert möglichen Kauf des Offiziercasinos in Landsberg

In einem offenen Brief an Landrat Thomas Eichinger bittet Jost Handtrack, der Referent für ausländische Mitbürger und Asylbewerber der Stadt, darum, das ehemalige Offiziercasino der Saarburgkaserne in Landsberg nicht für die Unterbringung von unbegleiteten Flüchtlingen zu erwerben. Es wäre kontraproduktiv, wenn wenige Meter neben dem Staatlichen Hochbauamt weitere Asylbewerber untergebracht werden würden.

Bereits vor vier Wochen, als die Pläne des Landratsamtes, das Offiziercasino zu erwerben, im Landsberger Tagblatt veröffentlicht wurden, hatte Handtrack seinen offenen Brief an den Landrat geschickt. Seither habe er keine Antwort erhalten, teilt er unserer Zeitung mit. Nachdem Innenminister Joachim Hermann nun mitteilte, dass im Gebäude des Staatlichen Hochbauamtes bis zu 88 Asylsuchende eine vorläufige Heimat finden könnten, hat der Stadtrat der Grünen seinen offenen Brief erneut verschickt.

Die Unterbringung von Flüchtlingen im früheren Offiziercasino würde dem Stadtratsbeschluss widersprechen, nicht mehr als 60 Personen an einem Standort unterzubringen. Zudem wäre „berechtigter“ Widerstand der Anwohner zu erwarten. „Wenn das Landratsamt dieses Haus mit unbegleiteten Jugendlichen belegen würde, kann ich mir nicht vorstellen, dass der Stadtrat einer Nutzungsänderung des Hochbauamts von einer Büronutzung hin zu einer Wohnnutzung zustimmen würde“, so Handtrack.

Er bitte daher den Landrat, eher das Gebäude am Wiesenring (ehemaliger Wichtelgarten ) in seine Planungen einzubeziehen. Somit würden die Asylbewerber in Landsberg gleichmäßiger auf die Stadtteile verteilt werden. „In bin mir sicher, dass der Stadtrat einer Nutzungsänderung im Hochbauamt von Büronutzung hin zu Wohnnutzung zustimmt, wenn der Plan Offiziersvilla aufgegeben wird“, so Handtrack.

Wolfgang Müller, Pressesprecher des Landratsamts, verweist darauf, dass die Hochbaukommission Mitte April die Gebäude in Augenschein nehmen möchte. „Falls es dazu kommen sollte, dass wir dem Kauf der Villa näher treten, gehen wir davon aus, dass die Stadt eine Nutzung aus baurechtlichen Gesichtspunkten beurteilt“, so Müller.

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