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Schondorf

11.07.2018

Ohne Gefahr mit dem Rad durch Schondorf

Radfahren in Schondorf soll sicherer werden. Dazu hat sich eine Initiative gegründet.
Bild: Symbolfoto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

Eine Bürgerinitiative bekommt für die Fragebogen-Aktion an Schulen und Kindergärten viel Lob. Die Problemstellen werden am 17. Juli angefahren.

Viel Lob gab es für eine Gruppe engagierter Bürger, die sich in der Initiative „Sicher durch Schondorf“ für die Radfahrer einsetzten. In der jüngsten Schondorfer Gemeinderatssitzung stellte Leopold Ploner fest: „Im Ort ist das Radfahren kein Vergnügen“. Mit dem Ziel, dies vor allem für Kinder zu verbessern, entwickelten Barbara Freier, Rudi Hoffmann, Leopold Ploner, Stefanie Windhausen-Grellmann und Herbert Thalhofer einen Fragebogen für Eltern und Schüler. (LT berichtete)

249 Kinder haben Fragen beantwortet

In der Sitzung erläuterte Ploner die Fragebogenaktion. 123 Eltern, stellvertretend für 249 Kinder, haben die Fragebögen, die an Schulen und Kindergärten verteilt wurden, beantwortet. Damit sei auch klar, dass sicheres Radfahren in Schondorf „kein Nischenthema“ sei.

 Aus der Kinderperspektive seien Querungen problematisch und wurden daher am häufigsten unter der Rubrik „nötige Verbesserungen“ genannt. Das hatte selbst Ploner, der viel radelt, so nicht vermutet. Aus Sicht eines Zwölfjährigen, der zum Sportplatz oder zur Eisdiele radeln will, sei das Überqueren der Staatsstraße ein großes Problem.

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Mehr Wege und bessere Beläge

Weitere Punkte auf der Liste der Verbesserungsvorschläge waren mehr Radwege, mehr kombinierte Rad- und Gehwege, Einbahnstraße mit Radwegen, besserer Beläge und bessere Abstellmöglichkeiten. Abgefragt wurde nach Zielen wie Schule und Kita, Sportplatz, See, Freunde und Sonstige. Am häufigsten radelten offenbar alleinfahrende Kinder zu Freunden oder zum See.

 Bei den Kindern, die begleitet radeln oder mitfahren, wird der Weg zum See am häufigsten mit dem Rad zurückgelegt. Zur Schule und zum Kindertagesstätte wird bei allen drei Kategorien (mitfahrend, begleitet oder alleinfahrend) am meisten mit „nie“ angegeben.

Ideen sollen jetzt her

Auf einer Straßenkarte markierte die Gruppe, wo bessere und sicherere Querungen gewünscht werden, wo ein durchgehender Radweg entstehen soll sowie die Straßen mit Problemen für Radfahrer. Aus der Studie heraus sollen nun Ideen entwickelt und Verbesserungsvorschläge ausgearbeitet werden, um den Anteil an Radfahrern in Schondorf zu erhöhen. Ploner appellierte an die Gemeinderäte, bei künftigen Entscheidungen die Bedürfnisse der Radfahrer zu berücksichtigen.

 Auch im Rahmen der Ortsentwicklung (ISEK) sollen die mit den Fragebögen gewonnen Erkenntnisse berücksichtigt werden und im Herbst eine Radlaktion für Bürger angeboten werden.

Neben viel Lob für die Gruppe wurde im Gemeinderat das Thema Nutzen von Fußgängerwegen für Radfahrer und dabei insbesondere den Gehweg an der Uttinger Straße angesprochen. Verschiedene Vorschläge werden derzeit von der Gruppe erarbeitet, sagte Hoffmann.

Damit sich die Gemeinderäte vor Ort ein Bild machen können, ist eine einstündige gemeinsame Befahrung der Problemstellen mit dem Rad für den 17. Juli vorgesehen. Treffpunkt ist um 17.30 Uhr am Rathaus.

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