15.02.2015

Paare auf Zeitreise

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2 Bilder
Prämierte Verkleidung: das Grünling-Pärchen gewann einen Preis.
Bild: Julian Leitenstorfer

Am Valentinstag kamen beim Handballerball in Landsberg Mann und Frau oft identisch verkleidet. Einlagen sorgen für Stimmung

Am Faschingssamstag gehört das Landsberger Sportzentrum seit vielen Jahren den Handballern - allerdings nicht wegen eines Punktspiels, für das noch mächtig trainiert werden müsste. Muckis und Köpfchen sind trotzdem, vielleicht sogar noch mehr und vor allem länger gefordert als bei einem Spiel. Am Abend ist schließlich Handballerball und dafür muss einiges in Wandelhalle und Vortragssaal aufgebaut und hergerichtet werden.

Wie gut, dass sich Roland Neumeyer, Leiter der Abteilung Handball beim TSV Landsberg, stets auf freiwillige Helfer verlassen kann, ohne die das Fest auch finanziell gar nicht zu stemmen wäre. „Wir scheuen regelmäßig keine Kosten“, sagte Neumeyer, „um die Ballgäste gut unterhalten zu können.“ Heuer beispielsweise wurde eine Musikgruppe aus Winterthur engagiert, die für Mitternachtsspitzen sorgte.

Ein Höhepunkt war neben der Handballereinlage, auf die viele Besucher Jahr für Jahr warten, auch der Auftritt der Schongauer Prinzengarde, mit einer Symbiose aus historischen Gewändern und aktueller Musik. Die P. Gigolo Band aus München ist längst eine feste Größe, sie lockte auch dieses Mal wieder viele Tanzwütige aufs Parkett in der Wandelhalle. Wer’s zappeliger mochte, der war bei DJ PatiFü und seinen Plattentellern im Vortragssaal gut aufgehoben. Dort dauerte es etwas, bis es im Raum gemütlich eng wurde, Discovolk bricht erfahrungsgemäß später auf zum Feiern. Entsprechend ließen sich noch kurz vor Mitternacht Gäste mit Eintrittsbändchen dekorieren. Die Sitzplätze in der Wandelhalle waren laut Neumeyer von Beginn an ausverkauft.

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Fantasievolle, kreative Verkleidungen sind für die Besucher des Handballerballs obligatorisch – freilich nicht nur zur allgemeinen Erheiterung, sondern auch, um eventuell einen der attraktiven Preise zu gewinnen, die regelmäßig bei der Maskenprämierung ausgelobt werden. Hauptpreis war heuer ein Cabrio-Wochenende, gespendet von einem Landsberger Autohaus. Über Preise durften sich unter Anderem Clown- und Grünling-Pärchen oder auch eine Hexe mit luxuriös anmutendem Gewand freuen.

Neumeyers Verkleidung wäre allerdings auch preiswürdig gewesen: Je nach Betrachtungsweise war der ständig beanspruchte Organisator Roland oder Rolandia. Eine Hälfte seines muskelgestählten Körpers steckte in einem roten Minifummel, die andere Seite im Herrenanzug. Eindrucksvoll war der Kopfputz mit je zur Hälfte, Blondie-Perücke und Kurzrasur. Bei den Gästen fiel heuer verstärkt ein Trend zur Zeitreise auf, aber nur bis zum Mittelalter. Vertreten waren perfekt, als wären sie einem Gemälde entstiegen, kostümierte Höflinge und Fürsten. Es gab Charleston-Tanten aus den 1930er, aber auch Petticoat Girls der 1950er Jahre. Identisch verkleidete Gruppen gab es kaum, eher Paarmasken, was dem Valentinstag geschuldet sein könnte. Mitunter tat es auch eine lässig um den Hals geschlungene Federboa oder eine (schief sitzende) Wuschelperücke – Hauptsache, der Spaß stimmte.

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