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Kreisjugendring

18.11.2015

Pädagogischer Mitarbeiter unterstützt Jugend vor Ort

42 Delegierte aus den Verbänden im Landkreis waren bei der Versammlung in Ludenhausen dabei.
Bild: Andreas Hoehne

Landkreis fördert eine Vollzeitstelle. Wann das Jugendübernachtungshaus wieder frei ist, bleibt offen

Die Umgestaltung des Vorstands und die Beschäftigung eines pädagogischen Mitarbeiters bildeten die zentralen Themen bei der Herbstvollversammlung des Kreisjugendrings beim „Happerger“ in Ludenhausen. Vorsitzender Moritz Hartmann wiederholte dabei den Wunsch, das derzeit von Asylbewerbern bewohnte Jugendübernachtungshaus in Utting möglichst bald wieder für die Jugendarbeit nutzen zu können.

Der an der Teilnahme verhinderte Landrat Thomas Eichinger habe ihm gegenüber telefonisch geäußert, er werde vermutlich bei der nächsten Versammlung im Frühjahr konkrete Aussagen zu dem Zeitpunkt der Rückgabe machen, berichtete Hartmann. Seine Unterstützung signalisierte der Landrat bei dem Antrag, ab April 2016 dem Jugendring wieder einen pädagogischen Mitarbeiter zuzugestehen. Diesen hatte es bis zum Jahr 2003 in Person von Renate Sauberzweig gegeben, dann hatte man jedoch die Stelle zugunsten der Unterstützung der kommunalen Jugendarbeit gestrichen. In der Sitzung des Jugendhilfeausschusses des Kreistags am Montag wurde dem Antrag zugestimmt. Demnach fördert der Landkreis ab April 2016 bis auf Weiteres eine pädagogische Vollzeitkraft.

Gemeindliche Jugendpfleger gibt es mittlerweile nur noch in Schondorf und in Fuchstal, wo Moritz Hartmann seit über zehn Jahren diese Stelle bekleidet. Der pädagogische Mitarbeiter soll wie seinerzeit geschehen die Arbeit der örtlichen Gruppen gerade in Krisensituationen unterstützen, Jugendleiter ausbilden und Freizeiten leiten. Diese Aufgaben hätten die Vorstandsmitglieder bislang ehrenamtlich geleistet, stießen nun aber an ihre Grenzen, sagte Zweiter Vorsitzender Stefan Ehle in Ludenhausen. Weiterhin könnte die Fachkraft die Arbeit an den Schulen intensivieren sowie in den Bereichen Medienpädagogik und Inklusion tätig werden.

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Fehlgeschlagen ist hingegen der Vorstoß der beiden Beisitzer Florian Penzel und Henrik Lüßmann, durch ihren vorzeitigen Rücktritt den bevorstehenden Wechsel im Vorstand zu erleichtern. Sie waren seit den Jahren 2006 beziehungsweise 2004 im Leitungsgremium aktiv. Bei den Neuwahlen im Frühjahr sei es denkbar, dass ein Großteil der bisherigen Mitglieder ausscheide, und man könnte somit zwei Interessenten für ein halbes Jahr einen sanften Einstieg bieten, hieß es zur Begründung. Trotz der Beschreibung von Hartmann, es sei eine oft „sehr spaßige Sache“, fanden sich bei der Nachwahl keine Interessenten für diese Posten. Die beiden Beisitzer wurden mit symbolträchtigen Geschenken verabschiedet.

Wie berichtet hatte Moritz Hartmann im April angekündigt, sich im kommenden Jahr nicht noch einmal zur Wahl zu stellen. Er werde nun doch kandidieren, erklärte er, um für Kontinuität insbesondere bei den Verhandlungen um die Rückgabe des Übernachtungshauses zu sorgen, aber keine zwei Jahre mehr im Amt bleiben. Für die erneute Kandidatur war allerdings schon jetzt das Votum der Versammlung erforderlich, da Hartmann bereits seit 2004 Vorsitzender ist und die Satzung eine Höchstdauer von zehn Jahren vorsieht.

Besprochen und beschlossen wurden weiterhin der Haushalt für 2016 und die Termine, die aufgrund des bevorstehenden Umbaus im Vorstand nur ein Grundgerüst umfassen. Dazu zählen Fortbildungen, die Freizeiten für Kinder und Jugendliche im Sommer und die sehr erfolgreichen Poetry-Slam-Veranstaltungen. Vorgestellt wurde auch die Ehrenamtskarte, die Inhaber der Juleica-Card ohne weitere Nachweise erhalten können.

Als Gastgeber sorgten die Mitglieder des Jugendclubs Ludenhausen für die Bewirtung der Gäste. Ein Grußwort sprach Ludenhausenes Schützenmeister Benedikt Happach, der die gut funktionierende Jugendarbeit am Ort würdigte.

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