Newsticker
RKI registriert 1016 Neuinfektionen und 51 Todesfälle
  1. Startseite
  2. Lokales (Landsberg)
  3. Pähl: Gefahr für Spaziergänger: Pähler Schlucht ist ab sofort gesperrt

Pähl
11.06.2021

Gefahr für Spaziergänger: Pähler Schlucht ist ab sofort gesperrt

Die Pähler Schlucht ist nach Starkregen im Juni 2021 gesperrt. Die Wege wurden teilweise komplett zerstört.
Foto: Werner Grünbauer

Das beliebte Ausflugsziel, die Pähler Schlucht, ist ab sofort gesperrt. Nach den starken Regenfällen der vergangenen Tage besteht akute Felssturzgefahr.

Aufgrund des Sturzregenereignisse der vergangenen Tage wurden die Wege in der Pähler Schlucht vollständig zerstört. Wie Pähls Bürgermeister Werner Grünbauer mitteilt, besteht derzeit akute Felssturzgefahr. Weil „geologische Risiken“ nicht absehbar seien, wird die Pähler Schlucht, ein beliebtes Ausflugsziel, bis auf Weiteres vollständig gesperrt. Eine geologische Untersuchung werde wohl anberaumt.

Seit einem Hochwasser im Jahr 2002 kommt es in der Pähler Schlucht (Landkreis Weilheim-Schongau) immer wieder zu Unfällen. Unter anderem lösten sich 2019 über dem Wasserfall in der Schlucht circa fünf Kubikmeter Felsen, Steine, Geröll und Erde und stürzten in die Tiefe. Getroffen wurde ein fünfjähriger Bub, der mit seinen Eltern und dem 14 Jahre alten Bruder hinter dem 16 Meter hohen Wasserfall Abkühlung gesucht hatte.

Immer wieder gibt es Unfälle in der Pähler Schlucht

Während die Eltern und der Bruder nur wenig abbekamen, erwischte es den Fünfjährigen heftig. Er steckte im Geröll fest und musste befreit werden. Mit Schürfwunden am Körper sowie an Beinen und Armen musste er ärztlich behandelt werden, auch um Schäden an der Wirbelsäule auszuschließen.

Auch damals war der Zugang zur Schlucht bereits im April 2019 wegen Hochwasserschäden abgesperrt worden. Dennoch stiegen immer wieder Wanderer in die Schlucht und entfernten Absperrung und Verbotsschilder.

Rund 40.000 Besucher im Jahr

Rund 40.000 Besucher kommen, so schätzt Bürgermeister Grünbauer, jedes Jahr in die Schlucht. Die Wege auf beiden Seiten des Burgleitenbachs bis zum Pumpenhaus sind öffentlich gewidmet sind. Der Weg bis zum Wasserfall wurde 2002 durch Hochwasser und Hangrutsche weitgehend zerstört, es gibt aber einen Trampelpfad. Gemeinde und Eigentümer kamen 2004 überein, den oberen Weg aufzulassen und nur einen Rundweg im unteren Teil zu erhalten. Laut einem Antrag der Gemeinde von 2014 sollte dann aber auch der obere Weg wiederhergestellt werden.

Geschehen ist offensichtlich bislang nichts. Bürgermeister Grünbauer betonte seinerzeit gegenüber unserer Zeitung: „Wir brauchen ein Konzept zur Besucherlenkung..

Die Probleme haben sich mit der Corona-Pandemie verschärft

Seit Beginn der Corona-Pandemie hätten sich die Probleme verschärft, sagt Grünbauer: Er habe ja Verständnis für das Erholungsbedürfnis der Menschen aus der Stadt, aber sie mögen doch drei Dinge beachten: Sich im Hinblick auf die Gefahren in der Schlucht richtig auszustatten, keinen Müll zu hinterlassen und darauf zu achten, in Pähl nicht „kreuz und quer“ zu parken. (lt)

Lesen Sie dazu auch:

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.