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Landsberg

16.05.2018

Parken in der Altstadt: Riesenandrang im Stadtrat

Großer Andrang in der Stadtratssitzung gestern. Am Ende saßen und standen noch etliche Leute mehr im Zuhörerraum. Unser Foto entstand kurz vor Beginn. Danach strömten noch weitere Menschen in den Sitzungssaal.
Bild: Thorsten Jordan

Turbulent und teils chaotisch: Die Sitzung des Landsberger Stadtrats zur Verkehrsberuhigung in Teilen der Altstadt gerät fast aus den Fugen.

An diese Sitzung werden sich Oberbürgermeister, Stadträte und die mehr als 60 Zuhörer noch lange erinnern: Beifallsstürme aus dem Publikum, eine mehr als zweistündige Debatte und Abstimmungswirrwarr. Die heutige Sitzung zum Thema „Verlagerung von Stellplätzen zur Aufwertung Hinterer- und Vorderer Anger, Schul-, Schlossergasse, Holzmarkt in Verbindung mit Erweiterung Tiefgarage Lechstraße“ war – wie im Vorfeld erwartet – hitzig. Fazit: Anwohnerplätze sollen aus dem nördlichen Teil der Altstadt verschwinden und es wird ein Bürgerbeteiligungsverfahren geben. Wie dieses konkret aussehen wird, ist noch offen.

Die Altstadt in der Hand der Fußgänger?

Einige Zuhörer mussten im Sitzungssaal des Historischen Rathauses sogar stehen – so groß war der Andrang. Anfang der Woche hatten einige Einzelhändler aus der Altstadt mit einer Plakataktion gegen den „radikalen Abbau von Kurzzeitparkplätzen“ mobil gemacht. Denn im Stadtrat sollte es am Mittwoch darum gehen, weite Teile der Altstadt „den Fußgängern zurückzugeben“, wie es Oberbürgermeister Mathias Neuner (CSU) eingangs formulierte und damit ein mehrere Jahre altes Verkehrsgutachten endlich umzusetzen.

In der Praxis würde das bedeuten, Parkplätze in einer um 200 Stellplätze erweiterte Lechgarage unterzubringen und den Bereich zwischen Hauptplatz und Sandauer Tor schrittweise in eine Fußgängerzone beziehungsweise in einen verkehrsberuhigten Bereich zu verwandeln. Bewerkstelligt werden soll dies mit umfangreichen Baumaßnahmen.

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Vorerst soll nur ein Teil der Parkplätze verschwinden

Allerdings wurde in der zum Teil sehr emotional geführten Debatte mehrfach geäußert, dass vor allem die ansässigen Einzelhändler leiden würden. Deshalb fand man den Konsens, dass vorerst lediglich die Anwohnerparkplätze (27 von insgesamt rund 100) in einen noch nicht beschlossenen Erweiterungsbau der Lechgarage ziehen sollen. Eine Mehrheit aus CSU, SPD und Grünen sprach sich mit 19:8 Stimmen dafür aus.

Kompliziert wurde es in Sachen Bürgerbeteiligung zu dem Großprojekt – obwohl in allen Redebeiträgen deutlich wurde, wie wichtig diese sei. Christoph Jell (UBV) beantragte, dass der Tagesordnungspunkt vertagt wird, fand jedoch keine Mehrheit. Dass ein standardisiertes Wettbewerbsgutachten zur Bürgerbeteiligung durchgeführt wird, wurde mit 13:14 abgelehnt. Jetzt sollen im Stadtrat drei Konzepte dazu vorgestellt werden, die bereits 2017 in Auftrag gegeben worden waren. Bericht folgt.

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