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06.06.2009

Pellets sollen künftig für Wärme sorgen

Pürgen/Lengenfeld Die Grundschule und die Turnhalle in Lengenfeld erhalten eine neue Heizung, Geld dafür gibt es vom Freistaat. Für welche Technologie man sich entscheiden wird, ist jedoch noch offen. Vorliegende Wärmebedarfsberechnungen gehen von einer Pelletsheizung aus, mit der laut Planer Robert Schenk optimale Werte erzielt werden können. Wie berichtet, erhält die Gemeinde Pürgen für diese energetischen Sanierungen Fördermittel aus dem staatlichen Konjunkturpaket.

Hohe Anschlusskosten bei Alternative Gas

Einigen Räten erschien die Variante Pelletsheizung nicht innovativ genug - sie forderten in der jüngsten Gemeinderatssitzung eine Gegenüberstellung verschiedener Möglichkeiten. Darunter auch Gas, obwohl Schenk davon aufgrund der hohen Anschlusskosten von rund 20 000 Euro abriet.

Der Einbau einer um 200 000 bis 400 000 Euro teureren Wärmepumpe erfordere aufgrund der niedrigen Vorlauftemperatur die Erneuerung "sämtlicher Heizflächen im Gebäude", so Schenk. Eine Gasheizung bringe nicht die erforderlichen Anlagenzahlen, also den geforderten abgesenkten Kohlendioxid-Ausstoß. Dieser kann mit dem Umstieg auf Pellets als Brennstoff von derzeit 300 auf 37 gesenkt werden, wie ein Kemptener Ingenieurbüro berechnet hat. "Es ist gewaltig, was wir da an Energieeinsparung und an CO2-Ausstoß haben", kommentierte Bürgermeister Klaus Flüß.

Pellets sollen künftig für Wärme sorgen

Planer Robert Schenk zufolge soll ergänzend zu der neuen Heizanlage die vorhandene Ölheizung beibehalten werden, um Spitzenlastzeiten oder Ausfälle zu überbrücken. 7000 Euro für den jährlichen Bedarf an Pellets stehen Ausgaben für Heizöl von derzeit 30 000 bis 35 000 Euro gegenüber. Nach der Umstellung muss die Gemeinde mit 1500 Euro Heizölkosten für den Spitzenlastkessel rechnen.

Rudolf Ingrisch, 2. Bürgermeister, sagte: "Eine Pelletsheizung wird sehr teuer und immer teurer, weil viele jetzt auf Pellets umsteigen." Von dem Vorschlag aus dem Gremium, die neue Heizung mit Hackschnitzeln aus eigener Produktion zu betreiben, kam man nach einer Diskussion wieder ab. Es sei zu zeitintensiv und erfordere zudem viel Lagerfläche, meinte beispielsweise Gerhard Straus.

Sachverständiger kommt

"Ich möchte dem Gemeinderat keinen Handlungsspielraum nehmen, aber es gibt eben keine Alternative", sagte Schenk. Er schlug vor, den Sachverständigen zur nächsten Sitzung Anfang Juli einzuladen, um den Räten umfassende Informationen aus erfahrenem Mund zu bieten.

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