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Übung

07.08.2017

Per Galgen zu den Verletzten

Feuerwehrübung an der Lechstaustufe bei Pitzling: Ein Rettungsbrett wird zur Verletztenrettung abgeseilt.
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Feuerwehrübung an der Lechstaustufe bei Pitzling: Ein Rettungsbrett wird zur Verletztenrettung abgeseilt.

Feuerwehr Landsberg probt an einer Lechstaustufe den Ernstfall

Sanft rauscht der Lech in seinem Bett, die Sonne nähert sich langsam dem Horizont und taucht die Landschaft in ein magisches Dämmerlicht. Plötzlich wird die Szenerie zerrissen, als zwei Dutzend Männer und Frauen der Feuerwehr Landsberg auf die Staustufe 14 stürmen. Sie simulieren bei Pitzling einen Notfall.

Die Rechenputzmaschine – ein auf Schienen fahrendes, bootsähnliches Gefährt, das vom Ufer aus mit einem Stromkabel betrieben wird – hat einen Unfall und bleibt mitten auf der Staustufe stehen. Drei Arbeiter an Bord sind verletzt, einer von ihnen schwer. So weit das Übungsszenario. Neben einer komplizierten Bootsrettung – eines der „Opfer“ war nicht gehfähig – kam auch ein völlig neues Gerät zum Einsatz: der Rettungsgalgen. Die Vorrichtung ist mobil und kann nicht nur hier an der Staustufe, sondern zum Beispiel auch über Kanalschächten eingesetzt werden.

Mit dem Gerät können Feuerwehrleute sich selbst bei einem Abstieg sichern und gleichzeitig ihre Ausrüstung auf- und abseilen. So kann – beispielsweise wie in einem parallel geprobten Szenario geübt – ein Verletzter aus dem Rechen der Staustufe geholt werden, erläutert Markus Obermayer. Der Zweite Kommandant der Feuerwehr Landsberg koordiniert die Übung. An ihr wirken nicht nur die Aktiven mit, sondern auch Mitglieder der Jugendgruppe. „Wir versuchen, die Jugend so weit wie möglich in die Übungen der Erwachsenen einzubinden. So können sie zeigen, was sie schon drauf haben“, so Obermayer.

Einen solchen Notfall, wie die Landsberger Brandschützer an der Lechstaustufe geprobt haben, hat es bislang noch nicht gegeben, wie Roland Eichiner erläutert. Er ist Betriebsmeister an der Staustufe 15 für die Betreiberfirma Uniper-Kraftwerke. „Die Maschine hatte noch nie einen Unfall, aber im Fall der Fälle muss es natürlich schnell gehen, deswegen muss jeder Handgriff sitzen“, so Eichner. Stadtbrandmeister Markus Obermayer war mit der Übung zufrieden. „Unser oberstes Ziel war die Menschenrettung, und die haben wir ohne Druck und vernünftig hinbekommen. Die Übung hat hervorragend geklappt.“

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