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Landsberg

13.09.2020

Per Mausklick zur Langen Kunstnacht in Landsberg

In der Landsberger Altstadt erinnerte Samstagabend einzig eine Lichtinstallation an die Lange Kunstnacht, die coronabedingt heuer nur als digitale Veranstaltung daherkommt.
Bild: Julian Leitenstorfer

Plus Am Landsberger Hauptplatz gibt es zum Start der langen Kunstnacht 2020 eine Lichtinstallation. Videos, Lesungen und Kunstwerke wandern ins Internet. Auch der Tag des offenen Denkmals findet digital statt.

Auch die „Lange Kunstnacht 2020“ in Landsberg stand am Samstagabend unter dem Einfluss der Corona-Pandemie und fand, bis auf ein kleineres Event, digital und ohne große Menschenansammlungen statt. Nur eine Lichtinstallation an der Rathausfassade am Landsberger Hauptplatz wies darauf hin, was eigentlich in dieser lauen Spätsommernacht in der Innenstadt hätte los sein sollen.

Sechs Jugendliche beleuchteten die Fassade des historischen Rathauses mit Videosequenzen, die sie in den Sommerferien in einem Video-Jockey-Workshop unter der Leitung von Marlene Neumann gedreht, geschnitten und choreografiert haben.

Lichtinstallation als Livestream im Internet

„Das Projekt war von Anfang an als Teil der Langen Kunstnacht gedacht“, erzählt Matthias Faber, der Leiter des städtischen Jugendzentrums. Mit der Absage der Langen Kunstnacht in ihrer bisherigen Form habe für alle festgestanden, die Installation dennoch durchzuführen und als Livestream im Internet allen Kunstnacht-Fans zur Verfügung zu stellen.

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Die Wetterbedingungen hätten nicht besser sein können für die teilnehmenden Künstler, um die Besucher von einer Ausstellung zur nächsten bummeln zu lassen. Gleichzeitig hätten sie aber vermutlich auch nicht schlechter sein können, um genau diese Menschen an einem so schönen Sommerabend daheim vor die Bildschirme zu locken, um die digitale Lange Kunstnacht zu erleben.

Wer aber dennoch vorbeischaute (oder noch vorbeischaut, denn die Beiträge werden zwischen sechs und acht Wochen unter www.lange-kunstnacht.de, online sein), der konnte eine Vielzahl von Kunstwerken und Videos bestaunen oder sich auf den verlinkten Internetseiten der teilnehmenden Künstler über deren Arbeiten informieren. Auffallend ist, dass in der digitalen Kunstnacht Einblicke in künstlerisches Schaffen gewährt werden, die es in der „analogen Form“ so wohl eher nicht gegeben hätte.

Begehbare 3D-Ausstellung

Einem Tätowierer im Video über die Schultern schauen etwa, oder im Trailer zum aktuellen Buch aus dem Liccaratur-Verlag „Täter, Opfer, Schuld“ einen ersten Einblick in das Werk von Uschi und Klaus Pfaffeneder erhalten. In ihrem Werk geht es um die Ermordung eines Pfarrers in der Landsberger Stadtpfarrkirche, während vor den Kirchentüren die Narren ausgelassen den Lumpigen Donnerstag feiern. Und dann ist da die virtuelle, begehbare 3D-Ausstellung von Fred-Jürgen Rogner und Wolfgang Bauer. Zwei Künstler des Regionalverbandes Bildender Künstler (RBK) Landsberg, die zeigen wollen, „dass auch Bilder miteinander korrespondieren können“. „Coronoia“ heißt ein sechsminütiger Film von und mit Antje Nikola Mönning, Mira Gittner und Marina Anna Eich, die sich mit der Problematik von Filmemachern auseinandersetzen, die mit den Infektionsschutz-Auflagen beim Dreh zu kämpfen haben."Erinnern, erhalten, neu denken"

Digitaler Tag des offenen Denkmals

„Das Jahr 2020 ist auf den ersten Blick kein gutes Jahr für Orte, die uns zusammenbringen sollen. Im Lockdown konnte kaum jemand gemeinsam mit anderen ein Denkmal besuchen“, heißt es im digitalen Grußwort des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier zum Tag des offenen Denkmals 2020. Unter dem Motto „Erinnern, erhalten, neu denken“ ist auch dieses Ereignis heuer nur digital zu erleben.

Im Landkreis kann die Holzkapelle bei Beuerbach, die derzeit saniert wird im Netz unter www.landkreis-landsberg/landkreis.de/kreisheimatpflege/tag-des-offenen-denkmals besichtigt werden, bevor im September 2021 wieder reale Denkmalbesuche möglich sein sollen.

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