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Prittriching

28.04.2020

Peter Ditsch sagt Servus: Der Chef, der auch Vize war

Peter Ditsch an seinem Schreibtisch im Prittirchinger Rathaus. Der 60-Jährige war auch zwölf Jahre stellvertretender Landrat. Ab Mai kann er seinen Ruhestand genießen.
Bild: Thorsten Jordan

Plus Peter Ditsch war 18 Jahre Bürgermeister in Prittriching und zwölf Jahre stellvertretender Landrat. Wo er künftig ehrenamtlich tätig sein will.  

Mit Peter Ditsch verlässt ab Mai ein Prittrichinger Urgestein, wie er sich selbst bezeichnet, die politische Bühne. Für das LT blickt er auf seine Zeit als Bürgermeister und stellvertretender Landrat zurück und erzählt, dass er sich in seinem Ruhestand ehrenamtlich engagieren möchte.

Als Bürgermeister hat er 18 Jahre die Geschicke in der nördlichsten Gemeinde des Landkreises geleitet und war in dieser Zeit auch Vorsitzender der Verwaltungsgemeinschaft Prittriching-Scheuring. Von Beginn an, ab 2002, war der 60-Jährige auch Mitglied des Kreistags und fungiert seit 2008 als stellvertretender Landrat – sechs Jahre mit Altlandrat Walter Eichner und seit 2014 an der Seite von Landrat Thomas Eichinger. Ditsch hat sich zu den Kommunalwahlen im März nicht mehr aufstellen lassen. „Konsequent für alle Ämter und selbstbestimmt“, wie er im Gespräch mit unserer Zeitung betont. „Ich werde bis Ende April die Zeit nutzen, um meinen Nachfolger, den bisherigen Zweiten Bürgermeister Alexander Ditsch, einzuarbeiten, freue mich aber auch auf den Ruhestand.“

Eine fordernde und erfüllende Zeit

Ditsch blickt auf eine fordernde aber auch erfüllende Zeit zurück. Auf seine Jahre in der Verwaltung, bei der Zulassungsstelle im Landratsamt und als Geschäftsstellenleiter in der Gemeindeverwaltung, in der Folge dann als Bürgermeister, stellvertretender Landrat und Kreisrat. Projekte anzustoßen, bei der Entwicklung der Gemeinde und auf Kreisebene aktiv an entscheidender Stelle mitgestalten zu können und dabei aber auch immer respektvoll mit seinem Gegenüber umzugehen, das sei in all den Jahren seine Antriebsfeder gewesen.

Peter Ditsch sagt Servus: Der Chef, der auch Vize war

„Das Wohl der Gemeinde steht ganz oben, alles andere muss sich unterordnen“, sagt der Bürgermeister. So habe er während seiner Amtszeit keine Liegenschaft in der Gemeinde ausgelassen, wo nicht renoviert, instandgesetzt oder neu gebaut worden wäre. Beispielhaft nennt er die Schule, den Kindergarten, die Einrichtung der Wasserwacht im Freibad sowie die Friedhöfe und die Feuerwehren. Allerdings konnte aufgrund der Corona-Krise nicht alles wie geplant zum Amtsende hin noch rechtzeitig abgeschlossen werden.

Eine besondere Herausforderung

Zeitgleich mit seiner Wahl zum Bürgermeister ist Ditsch 2002 auch in den Kreistag eingezogen. Es war sein Vorgänger, Franz Ditsch, und der damalige Kreisrat Franz Lanzinger, die ihn überzeugten, dass ein Bürgermeister auch im Kreistag vertreten sein müsse. Bereits in der folgenden Wahlperiode habe ihn der damalige Landrat Walter Eichner der CSU-Fraktion als seinen Stellvertreter vorgeschlagen. „Mir war dann schon klar, dass ich als stellvertretender Landrat eine besondere Herausforderung angenommen habe“, sagte Ditsch. Ein Vertreter müsse wissen was läuft und habe gegebenenfalls auch kurzfristig die Leitungsfunktion zu übernehmen und Entscheidungen zu treffen. Deshalb sei es für ihn selbstverständlich gewesen, in allen Kreisausschüssen vertreten zu sein.

Er sei aber aufgrund seines schulischen und beruflichen Werdeganges, seiner sportlichen Aktivitäten wie Fußball und Tischtennis sowie seiner ehrenamtlichen Tätigkeit als Vorsitzender des Sportvereins im Landkreis gut vernetzt. „Ich habe es nie bereut, über den Tellerrand der Gemeinde hinaus zu schauen“, sagte Ditsch und habe sich so beispielsweise bei der Entwicklung der Schullandschaft, beim Straßenbau, der Entwicklung des Krankenhauses oder in jüngster Zeit auch bei der Sanierung des Warmfreibads in Greifenberg einbringen können.

Peter Ditsch will nach seiner Amtszeit mehr Zeit auf dem Motorrad verbringen.
Bild: Julian Leitenstorfer

Dazu kamen viele repräsentative Aufgaben bei Jubiläen und Festlichkeiten. „Es war eine tolle Zeit und alle Ämter verdienten vollen Einsatz. Nun ist es aber auch gut“, sagt Ditsch. Vor der Zukunft sei es ihm nicht bang, meint Ditsch. Nun werde er sich mehr Zeit nehmen, um mit seiner Ehefrau Ingrid auf Reisen zu gehen, wenn es die derzeitigen Umstände wieder zulassen. Dann soll auch seinen Hobbys Ski- und Motorradfahren mehr Zeit eingeräumt werden. Im Augenblick liege der Schwerpunkt eher bei der Erfüllung von Aufgaben rund ums eigene Heim. „Ich kann mir aber auch gut vorstellen, mich zukünftig ehrenamtlich in der Seniorenarbeit einzubringen“, sagt Peter Ditsch.

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