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14.07.2010

Piratenschiff und Holzterrasse

Hofstetten Mit einem Antrag im Tagesordnungspunkt "Sonstiges" hat Markus Hipp in der Ratssitzung für eine Überraschung gesorgt. Der Kindergartenbeauftragte im Hofstettener Gemeinderat stellte zwei Punkte zur Diskussion, die seit Längerem für Gesprächsstoff unter Kindergarteneltern sorgen und seiner Ansicht nach dringend in Angriff genommen werden müssten: das sanierungsbedürftige Piratenschiff und die ebenfalls beschädigte Holzterrasse.

Bürgermeister Benedikt Berchtold verwies ihn auf die nichtöffentliche Tagesordnung. "Für mich war es aus der Tagesordnung nicht ersichtlich, dass diese beiden Themen gemeint waren", sagte Hipp nach der Sitzung gegenüber dem LT. Er sei überrascht gewesen "über das Abblocken von Berchtold". Dieser sagte auf Nachfrage zur Begründung: "Das betrifft die Finanzen der Gemeinde." Und sei damit der Grund, das Thema nichtöffentlich zu behandeln. Die Gemeinde hatte im Jahr 2009 das Material für die Terrasse bezahlt und eine Hofstettener Firma die Arbeitsleistung als Spende für den Kindergarten erbracht.

Lange Splitter eingezogen

Beim Sommerfest am 3. Juli hatte Markus Hipp das Ausmaß der Schäden an der Holzterrasse gesehen: Die Lärchen-Beplankung splittert - so stark, dass sich mehrere Kinder größere, in einem Fall kinderfußlange Splitter einzogen und zwei von ihnen im Krankenhaus behandelt werden mussten. Beim Sommerfest war über mögliche Maßnahmen diskutiert worden. Zum Schutz der Kinder gilt vorerst "Barfußverbot auf der Terrasse", was Kindergartenleiterin Christa Ristau beim Fest betonte. Ebenfalls Handlungsbedarf sieht Markus Hipp in Sachen Piratenschiff. Christa Ristau erklärte auf Nachfrage, das Spielgerät sei vom Sicherheitsbeauftragten des BRK, Träger des Kindergartens, als gefährlich eingestuft worden. Im unteren Bereich könnten die Kinder spielen, der obere Teil sei gesperrt. Berchtold, dem das Schreiben ebenfalls vorliegt, hatte aus diesem nicht diese Brisanz erkennen können, wie er dem LT sagte.

"Das Piratenschiff wurmt mich schon länger", sagte Markus Hipp. Das Klettergerät gehe laufend kaputt, Schrauben stünden heraus. "Immer ist jemand dort, immer wird es hinausgezögert." Hipp möchte die Sache beschleunigen: "Es muss ein Zeitplan erstellt werden, wann was gemacht wird." Er fordert eine bessere, ständige Wartung der Geräte. Nach der Sitzung sagte er: "Jetzt schaut es so aus, als würde etwas passieren." (res)

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