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04.03.2009

Pkw von Zug erfasst: Fahrer überlebt

Pfaffenhausen/Heinzenhof (un) - Es regnete in Strömen und es war finster, als sich ein 47-jähriger Autofahrer am Montagabend von Heinzenhof nach Pfaffenhausen (Kreis Unterallgäu) auf den Weg machte. Diesen Weg war er schon viele Male gefahren - an diesem Abend schrammte er haarscharf am Tode vorbei.

Kurz hinter Heinzenhof kreuzt die Bahnlinie Mindelheim-Krumbach die Ortsverbindungsstraße nach Pfaffenhausen. Kurz vor 19.30 Uhr erreicht der Autofahrer die Kreuzung und übersieht offensichtlich den heranfahrenden Regionalzug nach Krumbach, obwohl dieser Pfeifsignale von sich gibt. Was dann passiert, nennt ein Polizeibeamter aus Mindelheim "ein Wunder": Der Pkw wird vom Zug seitlich erfasst und mehrere Meter mitgeschleift. Schließlich bleibt das Auto zerknäult im Graben liegen. Der Zug fährt trotz Vollbremsung einige hundert Meter weiter. Der Autofahrer kann sich leicht verletzt aus dem Wrack befreien. Dies könne man laut Polizei einigen glücklichen Umständen zuschreiben: Der Regionalzug passierte den unbeschrankten Bahnübergang mit relativ geringer Geschwindigkeit; das Auto wurde seitlich und auf der Seite des Beifahrers erfasst; das Fahrzeug blieb beim Mitschleifen an zwei Telefonmasten hängen und wurde somit vom Zug weggeschleudert; der Unfall wäre tragischer ausgegangen, wenn der Zug das Auto die ganze Strecke mitgeschleift hätte. Ein Beifahrer hätte den Unfall nicht überlebt. Der Zugführer erlitt einen Schock und wurde psychologisch betreut. Die vier Fahrgäste blieben unverletzt und setzten die Fahrt mit einem Bus fort. Im Einsatz war auch die Bundespolizei und ein Bahn-Notfallmanager.

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