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24.03.2009

Plastische Klangbilder entzünden musikalisches Feuerwerk

Landsberg (res) - Auf eine musikalische Fantasiereise hat die Stadtkapelle Landsberg am Samstagabend das Publikum in der Aula des Schulzentrums mitgenommen. Unter der Leitung von Walter Edelmann führte der Trip im ersten, ruhigeren, vorwiegend zeitgenössischen Teil von Kiew ausgehend (Modest Mussorgsky, Bilder einer Ausstellung: Das große Tor von Kiew) über Dänemark nach Tirol und von dort ins deutsche Märchenreich.

Wie die Dritte Bürgermeisterin Sigrid Knollmüller, die den Abend sachlich fundiert, charmant und professionell moderierte, in ihrer Anmoderation sagte, entstand tatsächlich vor dem inneren Auge des Zuhörers das mächtige Tor mit einem kleinen Kirchlein - in Gestalt eines hohen Glöckleins.

Eine ungewöhnliche Tonsprache

In ungewöhnlicher Tonsprache erzählt der Komponist Soeren Hyldgaard in der 1997 entstandenen Hans Christian Andersen Suite von den Abenteuern des noblen Poeten, vorbildlich umgesetzt durch das Ensemble. Historisch-martialisch leitete die Stadtkapelle mit den gigantischen Klangbildern von Sepp Tanzers "Tirol 1809" zu dem Klangbild-Stück "A Fairycocktale" von Jan de Vlieger über. Schulleiter und Hausherr Martin Sulzenbacher unterstützte das Orchester als Märchenonkel bei dieser Persiflage auf märchenhafte Erzählungen. Er las zu den Klängen den von dem 1964 geborenen Vlieger geschriebenen Märchen-Mix "Das Schneekäppchen mit den gläsernen Pantoffeln" - nicht immer korrekt nach Partitur, was die Kapelle jedoch geschickt mit flexiblen Reaktionen ausglich.

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Die Stadtkapelle erwies sich als homogener Klangkörper, streng geführt von ihrem Dirigenten, der unter vollem körperlichen Einsatz mitunter auch Luftsprünge zeigte. Die Solisten beherrschten ihre Parts, aber auch die große Geste. Neben dem musikalischen Genuss kam auch der Showaspekt nicht zu kurz. Besonders gut kam das "Original Dixieland Concerto" von John Warrington an, bei dem sich sinfonisches Blasorchester und Dixieland-Combo (Brigitte Amthor, Gertrud Sparrer, Anton Arnold, Bernhard Linder, Gottfried Sparrer und Sascha Ertle) in einem Ruf-Antwort-Spiel abwechseln, das schließlich in ein mitreißendes Zusammenspiel mündete.

Ein Genuss, in den das Publikum dank einer zweiten Zugabe gleich zwei Mal kam.

Der zweite, beswingte Teil des zweistündigen Konzerts rundete den Abend mit außergewöhnlichen, selten gehörten Kompositionen perfekt ab. Ob die "Glenn Miller Story", von Willi Löffler eigens für die Stadtkapelle arrangiert, oder der witzig-ausgefallene "Blues for a killed Cat", bei dem die Musiker das Tier mit ihren Instrumenten tappend und maunzend durch die Aula schleichen ließen.

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