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02.07.2010

Pöttinger gibt Produktion in Landsberg auf

Die Firma Pöttinger plant ihren Produktionsstandort in der Landsberger Von-Kühlmann-Straße aufzugeben. Foto: Thorsten Jordan
Bild: Thorsten Jordan

Landsberg Das österreichische Maschinenbauunternehmen Pöttinger wird die Produktion am Standort in Landsberg ab Herbst kommenden Jahres schrittweise einstellen. Darüber informierte Firmeninhaber Klaus Pöttinger jüngst Mitarbeiter und Betriebsrat. Betroffen sind knapp 40 Mitarbeiter. In den Hallen an der Von-Kühlmann-Straße werden in erster Linie Elemente für Gerätschaften zur Bodenbearbeitung hergestellt. Der Betriebsrat steht derzeit in Verhandlungen mit der Geschäftsführung.

Ende März wurde Wolfgang Endres zum neuen Betriebsratsvorsitzenden am Standort in Landsberg gewählt. Jetzt hat er die schwierige Aufgabe, das Beste für sich und seine Kollegen zu erreichen. Vergangene Woche sei Klaus Pöttinger in Landsberg gewesen. Er habe vom Aufsichtsrat des Unternehmens den Auftrag erhalten, ein Konzept für die Beendigung der Produktion am Standort vorzubereiten. Im September oder Oktober des nächsten Jahres solle die Produktion eingestellt werden. Wolfgang Endres geht davon aus, dass sie in das seit 2007 bestehende Werk in Tschechien verlagert werden soll.

Inge Steibl, die Pressesprecherin des Unternehmens, dessen Sitz in Grieskirchen in Oberösterreich ist, bestätigt, dass Gespräche mit den Mitarbeitern geführt werden. Eine offizielle Entscheidung gebe es noch nicht. Daher will sie derzeit auch keine weitere Stellungnahme abgeben. Laut Wolfgang Endres hat Klaus Pöttinger bei seinem Besuch im Werk in Landsberg deutlich gemacht, dass der Servicestützpunkt in der Spöttinger Straße weiterhin bestehen bleiben soll. Von dort aus werden Kunden in ganz Süddeutschland betreut.

Seit 1975 hat Pöttinger einen Produktionsstandort am Lech. Damals übernahm das Unternehmen die Bayerische Pflugfabrik. Landsberg wurde zu einem Zentrum der Stahl- und Metallbearbeitung entwickelt. In den großen Hallen werden Werkstoffe unter anderem gehärtet, umgeformt, geschweißt, geschnitten und gestanzt. Die Pflugvormontage steht laut Wolfgang Endres im Mittelpunkt der Produktion.

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Auf dem Gelände der ehemaligen Pflugfabrik werden allerdings nicht mehr alle Gebäude von dem österreichischen Maschinenbauunternehmen genutzt. Im "Industriepark Pöttinger" haben mittlerweile zahlreiche andere Firmen als Mieter Platz gefunden.

OB Ingo Lehmann bereits informiert

Landsbergs Oberbürgermeister Ingo Lehmann wurde von Klaus Pöttinger bereits über die Pläne des Unternehmens informiert. Über die Schließung des Standorts sei bereits in den vergangenen Jahren immer wieder spekuliert worden. "Die gute Konjunktur hat die Entscheidung aber immer wieder hinausgezögert", sagt Ingo Lehmann. Die Nachricht sei kein Grund zur Freude. Positiv wertet er aber, dass die Mitarbeiter frühzeitig über den Schritt informiert wurden.

Die Stadt stehe in regelmäßigem Kontakt mit dem Unternehmen. Schließlich sei das Gelände der ehemaligen Pflugfabrik im Hinblick auf die städtebauliche Entwicklung von Interesse. "Jetzt ist aber erst mal der Grundstückseigentümer am Zug", sagt Ingo Lehmann. "Diese Woche

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