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Denklingen

25.01.2020

Polit-Beben in Denklingen: Anita Gropp tritt aus der CSU aus

Mit neun Kandidaten tritt die Liste CSU/Freie Bürger in Denklingen bei der Kommunalwahl an. In der Bildmitte vorne: Anita Gropp.
Bild: Andreas Braunegger

Plus Die Denklinger Gemeinderätin Anita Gropp ist nach der Aufstellungsversammlung für die Kommunalwahl von der CSU enttäuscht und zieht Konsequenzen.

Nach der Aufstellungsversammlung der Listenverbindung CSU/Freie Bürger Denklingen war Gemeinderätin Anita Gropp so enttäuscht, dass sie nach fast 40 Jahren aus der CSU ausgetreten ist. Welche Vorwürfe sie gegen ihre ehemalige Partei erhebt und wie es jetzt politisch für die 56-Jährige weitergeht.

Sie vermisse den Rückhalt der Partei für politisch engagierte Frauen, sagte Gropp dem LT. Sie ist die einzige weibliche Kandidatin auf der Liste. Gropp gehört seit 2014 dem Gemeinderat an. Neben ihr sitzen Regina Wölfl (Freie Wählergemeinschaft Denklingen) und zwölf Männer in dem Gremium.

Kritik übt Gropp auch am Wahlmodus. „Ich hätte mir gewünscht, dass in Blöcken abgestimmt wird. Dann hätten die amtierenden Gemeinderäte bestätigt werden können.“ Auch die Ratsglieder Martin Ahmon, Reinhard Megele und Robert Merkle traten auf der Liste erneut zur Wahl an. Gropp, die als Lehrerin an der Mittelschule Fuchstal arbeitet, erhielt fünf Stimmen. Insgesamt beteiligten sich 17 Wahlberechtigte, die jeweils fünf Stimmen zu vergeben hatten.

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Keine Änderungswünsche beim Wahlverfahren

Leiter der Versammlung war CSU-Kreisvorsitzender Michael Kießling. Er verweist auf Nachfrage darauf, dass das Wahlverfahren vorgestellt und in geheimer Wahl darüber abgestimmt worden sei. „Es wurde festgelegt, dass die Reihenfolge für die Kommunalwahlen nach der Anzahl der Stimmen festgelegt wird. Es wurden keine Änderungswünsche durch die Anwesenden zum Ablauf der Wahl geäußert. Dem Vorschlag stimmten 16 Stimmberechtigte zu und es gab eine Enthaltung“, sagt er.

Auch habe jeder Kandidat vor der Wahl die Möglichkeit erhalten, sich vorzustellen. Dies sei in alphabetischer Reihenfolge der Bewerbernamen passiert. Diese Gelegenheit sei von allen wahrgenommen worden. „Inhalt und Länge der Vorstellung wurden von jedem Bewerber frei gestaltet. Im Anschluss fand der Wahlgang statt“, so Kießling. Anita Gropp wird als Konsequenz aus der Aufstellungsversammlung bei der Kommunalwahl nur für die Freien Bürger antreten.

Denklingen fit für die Zukunft machen

Inhaltlich will die Listenverbindung die angestoßenen Projekte weiter vorantreiben, sagte Bürgermeister Andreas Braunegger bei der Versammlung. „Zentrale Themen zur Stärkung der Infrastruktur sind der Beginn des Neubaus des Bürger- und Vereinszentrums, die Bereitstellung von Räumlichkeiten für eine Arztpraxis durch den Umbau des alten Rathauses, die Neuausweisung von Baugebieten sowie eine zukunftsfähige Wasserversorgung.“ Damit werde Denklingen lebenswerter, und fit für die Zukunft gestaltet, fügte er an.

Auch der ehemalige Bürgermeister Michael Kießling sieht die Kommune auf einem guten Weg, um den Herausforderungen erfolgreich zu begegnen. „Die aufgestellten Kandidaten verbinden Erfahrung und Innovation. Mit diesem Maß an Ausgewogenheit präsentiert der Ortsverband eine starke Liste für Denklingen.“ (lt/chmü)

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