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Landsberg

04.04.2021

Porträt: Der Gastronom unter den Landsberger Stadträten

Claus Moritz ist Stadtrat und Gastronom in Landsberg.
Foto: Julian Leitenstorfer

Plus Claus Moritz hat die Gastro-Szene in Landsberg geprägt. Als Stadtrat will er sich für die Jugend, mehr Events und die Gastronomie einsetzen.

Die Jugend, mehr Veranstaltungen in Landsberg und gute Bedingungen für die Gastronomie sind Anliegen, die Claus Moritz (UBV) politisch vertreten will. Das Waitzinger Bräustüberl zum „Waitzingers“ mit Hotel und Gaststätte umzubauen, ist derzeit sein großes Projekt. Die neue Theke mit viel Kupfer steht schon da, die Küche glänzt in Edelstahl und Wandverkleidungen aus Holz verbreiten eine gemütliche Atmosphäre.

Zwei Hunde und jede Menge Handwerker wuseln umher und mittendrin ist Claus Moritz. In dieser durch den Lockdown für die Gastronomie öden Zeit ist er froh, mit dem Umbau eine fordernde Aufgabe zu haben. Nach Ostern sollte es eigentlich losgehen, doch aufgrund der aktuellen Corona-Zahlen ist das wohl nicht möglich.

In Erpfting begann die Karriere als Gastronom

1994 stieg der gelernte Groß- und Außenhandelskaufmann mit der „Sonne“ in seinem Heimatort Erpfting zusammen mit seiner Mutter in die Gastronomie ein, vorher legte er jahrelang als DJ auf und veranstaltete Partys. Später betrieb er 20 Jahre lang das Lagerhaus in Schongau, dann in Kaufering das Nachtcafé und in Landsberg das „Moritz“ und das „Mocca“. Bedingt durch den Tod seiner Frau 2017 stieg er aus vielen Projekten aus, startete dann aber wieder neu durch, indem er zusammen mit Dominik Wagmann das „Hellmairs“ übernahm. Dass er nun das ganze Haus an der Waitzinger Wiese betreiben kann – unten Moritz, oben Waitzingers – freut ihn sehr. Das biete ganz neue Möglichkeiten, so Moritz. Back to the roots, zurück zur bayerischen Wirtschaft und gutbürgerlichen Küche, wie er seinerzeit auch in der Sonne startete.

Das "Waitzingers" ist Claus Moritz' aktuelles Projekt in Landsberg.
Foto: Julian Leitenstorfer

Für den 52-Jährigen ist der Sitz im Stadtrat das erste politische Amt, wobei politisches Interesse immer bei ihm vorhanden gewesen sei, so Moritz. Vor den Wahlen habe die UBV gezielt Gastronomen auf eine Kandidatur angesprochen und Moritz hat die Chance ergriffen, nun mitzureden, mitzugestalten und vielleicht etwas bewegen zu können. Als Mitglied des Ausschusses für Bildung, Soziales und Kultur sind ihm die Belange der Jugend, insbesondere die der Jüngeren zwischen 16 und 18 Jahren, und – wie könnte es anders sein – der Gastronomie wichtig. Mehr Treffpunkte und Veranstaltungen wie Open Airs in Landsberg für die Jugend, das will er vorantreiben und sein Wissen einbringen, das er beispielsweise als Betreiber des Faschingszelts auf der Waitzinger Wiese und als Veranstalter des Farbenfests vor einigen Jahren gesammelt hat. Dass die Jugend nun mit dem neuen Jugendzentrum einen zentrumsnahen Treffpunkt erhält, begrüßt er. Als Erpftinger liegen ihm auch die Belange des Stadtteils am Herzen.

Er kann der Corona-Krise auch Positives abgewinnen

Der Corona-Krise kann er auch etwas Positives abgewinnen. Um die Gastronomie während der Krise zu unterstützen, habe sich die Stadt bei der Aufstockung von Außenplätzen kulant gezeigt. „Jetzt sieht man, dass es geht und zudem gut aussieht“, sagt Moritz und hofft, dass die Regelungen so bleiben werden. Der Wirt möchte auch, dass an der Sperrzeit-Schraube gedreht wird. „Landsberg ist eine Touristenstadt. Die Leute wollen an den wenigen warmen Abenden draußen sitzen, aber um 23 Uhr ist damit Schluss“, bedauert er. Ein flexiblerer Umgang mit der Sperrzeit, um von Donnerstag bis Samstag bei gutem Wetter länger öffnen zu können, wäre sein Wunsch. Denn eine florierende Gastronomie wirke sich auch positiv auf den Einzelhandel aus.

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