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Nutzungsänderung

11.12.2013

Postfiliale könnte an die Bahnhofstraße umziehen

In diesem Container neben dem Rathaus werden zurzeit die Postgeschäfte in Geltendorf abgewickelt.

Geltendorfer Gemeinderat stimmt zu, aber die Entscheidung liegt im Landratsamt

Geltendorf Der Geltendorfer Gemeinderat hat sich mit 10:8 Stimmen damit einverstanden erklärt, dass in dem ehemaligen Supermarkt an der Ecke Bahnhofstraße ein Stützpunkt der Deutschen Post errichtet wird. Dazu ist eine Nutzungsänderung nötig, der der Gemeinderat zugestimmt hat.

Das Landratsamt ist freilich der Ansicht, dass es sich um ein allgemeines Wohngebiet handle und darin wäre ein Betrieb wie ein Zustellstützpunkt nicht erlaubt. In derartigen Wohngebieten dürften sich nur ausnahmsweise Betriebe des Beherbergungsgewerbes, Gartenbaubetriebe, Tankstellen, Anlagen für Verwaltungen und sonstige nicht störende Gewerbebetriebe ansiedeln, heißt es in der Sitzungsvorlage. Verwiesen wird darin auch auf entsprechende Gerichtsurteile.

Der Gemeinderat hatte im September eine Zustimmung zu einer Nutzungsänderung in Aussicht gestellt, wenn die Postfiliale mit in den Stützpunkt einzieht. Und die Post hat sich bereit erklärt, dort eine Postfiliale zu betreiben, da es in den vergangenen eineinhalb Jahren nicht gelungen ist, einen Betreiber für eine Postagentur zu finden. Die Post organisiert die Filiale derzeit mit eigenen Mitarbeitern in einem Container südlich des Rathauses.

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Miehle kritisiert die vorhandene „Baracke“

„Ich wäre froh, wenn die Baracke weg wäre“, bekannte Eckhart-Georg Miehle (SPD), dass ihm der Container nicht gefällt. Und Josef Weiß (CSU) verwies auf mögliche Alternativen, sollte die Post nicht reinkommen: „Wollt Ihr dort eine Ruine oder dass ein Speiselokal bis 24 Uhr offen hat?“ Der Eigentümer der Immobilie hatte darauf hingewiesen, dass er bisher keinen anderen Interessenten für das ehemalige Supermarktgebäude gefunden hat.

Skeptisch war dagegen Thomas Dietsch (Freie Bürger), der fand, ein Zustellbetrieb gehöre hier nicht hin und auch Horst Kürschner (Grüne) wäre eine andere Nutzung lieber. Er kritisierte in dem Zusammenhang auch, dass das Einkaufszentrum in Kaltenberg geplant worden ist und die Versorgung in der Ortsmitte fehlt.

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