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Pürgen

06.07.2016

Pürgen ist schon wieder ohne Wirt

Die Gemeinde Pürgen steht wieder ohne Wirt da: Um die Wirtschaftlichkeit des Bürgerhauses zu verbessern, dürfen künftig von außerhalb keine Speisen und Getränke mehr ins kirchliche Gemeindezentrum gebracht werden.
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Die Gemeinde Pürgen steht wieder ohne Wirt da: Um die Wirtschaftlichkeit des Bürgerhauses zu verbessern, dürfen künftig von außerhalb keine Speisen und Getränke mehr ins kirchliche Gemeindezentrum gebracht werden.
Bild: Julian Leitenstorfer

Pächter geben nach einem Jahr auf. Was die Gemeinde jetzt tun will, um die Wirtschaftlichkeit der Gaststätte zu verbessern

Damit ein Wirt im Bürgerhaus in Pürgen künftig wirtschaftlich arbeiten kann, wird es neben Verbesserungen an der Elektrik zur Senkung der Stromkosten auch strengere Regelungen geben, was die Bewirtung bei Veranstaltungen angeht. Das ist die Konsequenz daraus, dass binnen eines Jahres das Bürgerhaus zum zweiten Mal ohne Wirt dasteht. Bürgermeister Klaus Flüß legte dem Gemeinderat in der jüngsten Sitzung entsprechende Änderungen im Nutzungsvertrag für das kirchliche Gemeindezentrum vor. Demnach müssen sich Nutzer künftig verpflichten, sowohl Getränke als auch Speisen vom Wirt zu beziehen, sofern die Gaststätte wieder verpachtet ist.

Derzeit ist die Gaststätte nicht verpachtet. Bürgermeister Flüß sprach aber davon, dass es wieder einen Interessenten gebe. Am 30. Juni seien sowohl die Wohnung als auch die Gaststätte vom bisherigen Pächter-Ehepaar Julianna und Karolj Hajnal an ihn übergeben worden, berichtete Flüß. Die beiden hatten erst im Juni 2015 die Gaststätte übernommen, die zuvor seit Juni 2011 von den Familien Goupos-Ntoufas geführt worden war. Der Pachtvertrag war zunächst für ein Jahr auf Probe mit der Gemeinde geschlossen worden und hätte sich jetzt um zwei Jahre verlängert.

Doch soweit kam es nicht. Das Bürgerhaus Pürgen steht wieder leer, die Gemeinde sucht einen neuen Pächter. Bis dahin aber sollen Voraussetzungen geschaffen werden, die einen wirtschaftlichen Betrieb der Gaststätte ermöglichen. Dazu gehöre eben auch, dass Veranstaltungen, die im kirchlichen Gemeindezentrum stattfinden, vom Wirt mit Essen und Getränken versorgt werden.

Pürgen ist schon wieder ohne Wirt

In der Vergangenheit war es immer wieder vorgekommen, dass Speisen und Getränke von außerhalb mitgebracht wurden. „Es gibt kein Catering mehr, wir haben sonst eine Gaststätte in der Gaststätte, das kann es nicht sein“, machte Flüß klar.

Das gelte im Übrigen auch für die Schützen, die im Keller des Bürgerhauses ihren Schießstand betreiben und nach Aussage von Flüß dort auch den geselligen Teil ihrer Schießabende verbringen, statt die Gaststätte aufzusuchen. „Das gibt es nicht mehr, wir müssen die Regelung wieder aufnehmen und konsequent durchziehen.“

Manfred Ruile erachtete diese Regelung allerdings als starke Einschränkung, besonders für die Kirche. „Ich denke, da wird die Kirchenverwaltung nicht einverstanden sein“, befürchtete er.

„Wir müssen uns entscheiden, ob wir alle zwei bis drei Jahre einen neuen Wirt wollen oder ob wir eine klare Linie durchziehen“, gab hingegen Winfried Lechle zu bedenken. Außerdem, betonte Bürgermeister Flüß, werde in den Nutzungsvertrag mit aufgenommen, dass einzelne Gruppen oder Vereine mit dem Wirt gesonderte Vereinbarungen wie vergünstigte Preise und Ähnliches verhandeln können. Solange kein Wirt das Bürgerhaus betreibe, seien die strengen Regelungen ohnehin hinfällig.

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