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PaulaPrint

10.03.2015

„Pupsen“ geht auch auf Chinesisch

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Die Zeitungsente war bei der Lesung einer Kinderbuchautorin dabei

Sie wohnen in einem Vulkan, ernähren sich von Brennnesselklopsen und immer wenn sie pupsen, steigt Rauch aus dem Krater und glühende Lava fließt Richtung Tal. Nein, es ist nicht der 1. April und Zeitungsente Paula Print bindet allen Lesern einen großen Bären auf. Die Vulkanos, die gibt’s wirklich – naja, so ganz in echt nicht, aber als Buchhelden. Paula hat die Helden bei einer Lesung kennengelernt. In der Pürgener Grundschule war nämlich vor ein paar Tagen die Autorin und Erfinderin der lustigen Gesellen zu Besuch und hat aus dem ersten der bisher drei Vulkanos-Bücher vorgelesen.

Zuerst aber hat Franziska Gehm, so heißt die Schriftstellerin, ein wenig von ihren Büchern erzählt und dass es einige davon sogar in chinesischer Sprache und Schrift gibt. Zum Vorlesen hat die Autorin ein in Deutsch geschriebenes Buch genommen, sonst hätte keiner etwas verstanden. Erst lernen die Erst- und Zweitklässler aber die wichtigsten Figuren in dem Buch kennen, die beiden besten Freunde Krato und Flambia, den eichhörnchengroßen Drachen Smok, die Riesenechsen, die am liebsten Stinkrüben futtern. Dann kam die spannende Geschichte, von der Paula Print jetzt mal nichts verrät – selber lesen, ist der gute Entenrat.

Danach wurde Franziska Gehm mit Fragen bombardiert und gelöchert. „Wie bist du Autorin geworden?“, wollte jemand wissen. „Ach“, sagt die Autorin, „das war eigentlich Zufall. Noch während meiner Schulzeit habe ich bei einem Radiosender gearbeitet, dann bei einer großen Autofirma und anschließend bei einem Verlag. Da hatte ich dann wahrscheinlich die Idee.“

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Bis jetzt hat sie schon mehr als 30 Bücher geschrieben – boah, Paula erstarrt in Ehrfurcht. Die Ideen zu ihren Geschichten gibt es natürlich nicht auf Bestellung. „Deshalb habe ich auch, wenn ich unterwegs bin, immer was zu schreiben dabei. Es könnte sein, dass so eine Idee an mir vorbeirauscht. Dann kann sie schnell aufgeschrieben werden.“ Hin und wieder malt sie auch ihre Ideen auf, die Landschaft bei den Vulkanos beispielsweise, die musste sie erst malen, sonst hätte sie sich das gar nicht so genau vorstellen können. Vorbilder hat Franziska keine, aber ein Lieblingsbuch aus der Kindheit: „Der Zauberer der Smaragdenstadt“ heißt es und geschrieben hat es Alexander Wolkow.

„Erstmal dauert es ein Jahr, bis die Welt für die Geschichte erfunden ist“, meint Franziska Gehm auf die Frage, wie lang es denn dauert, bis so ein Buch fertig geschrieben ist. „Dann wird geschrieben und illustriert, schließlich gedruckt, gebunden, ausgeliefert. Dafür geht noch mal ungefähr ein Jahr drauf.“

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