Theater

15.09.2011

Radau in der Au

Das Theaterstück „Radau in der Au“ mit Realitätsbezug haben Schüler der Montessorischule Kaufering aufgeführt.
Bild: Foto: Romi Löbhard

In der Montessorischule war auch in den Ferien was los

Kaufering Wer noch glaubte, dass der jüngst aufgedeckte Orchideenklau in der Hurlacher Heide und Shakespeares „Sommernachtstraum“ nichts oder nur wenig gemeinsam haben, wurde bei einer Theateraufführung in der Kauferinger Montessorischule eines Besseren belehrt. Dort haben knapp 30 Kinder und Jugendliche zwischen sieben und 17 Jahren im Rahmen einer Sommerakademie eine Woche lang unter der Leitung von erfahrenen Theaterpädagogen nicht nur Bühnenluft schnuppern, sondern ein ganzes Stück erarbeiten dürfen. Als Gerippe diente der besagte Sommernachtstraum, verpackt wurde die aktuelle Meldung von den gestohlenen, geschützten Pflanzen.

Ein „Culturteam“, bestehend aus Saskia Pavek, Simone Werner, Mirtan Teichmüller und Maximilian Thomae, übte mit den Akademieteilnehmern in Workshops Tanz, Theater und Musik ein. In fünf Tagen entstand so der kleine Sommernachts(alb)traum „Radau in der Au“, der am Ende einem großen Publikum präsentiert wurde.

Ganz nebenbei durften die Theaterbesucher einen Teil der Schule kennenlernen, denn der Trupp hielt sich nicht mit langem Kulissenschieben auf, sondern schickte das Auditorium auf Reisen. In der Empfangshalle startete das Stück. Ein paar Schritte weiter befand sich eine Telefonzentrale, bei der Gespräche abgehört werden konnten.

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Das Amphitheater in einem der Außenhöfe war Forum für Wald- und Wassergöttin mit ihren Gefolgen und in einem Mehrzweckraum war das Lechfeld untergebracht, wo sich nach sehenswerten Kampftänzen und lustigen Zwischenfällen am Ende alles in Frieden auflöste. „Die im Original zirka fünf Stunden Sommernachtstraum haben wir auf rund 35 Minuten eingedampft“, sagte Mirtan Teichmüller, Dreh- und Angelpunkt der Akademie, zu Beginn der Aufführung und gab einen kurzen Abriss über die Entwicklung der Szenen.

Dann waren die Nachwuchsschauspieler dran. Die Schüler tauschten ihre Urlaubspläne aus, die Daheimgebliebenen zeigten mit einem Regenschirmtanz, dass es auch bei schlechtem Wetter keinen Grund zum Trübsalblasen gibt. Nebenbei hörten sie ein Gespräch zwischen zwei Lehrern, die einen nächtlichen Spaziergang in die Au machen wollten. Das machte einige der Schüler natürlich neugierig, und es wurden telefonische Fäden gesponnen.

Ende gut, alles gut

Am darauffolgenden Abend ging es rund in der Au. Die Heere von Waldgöttin Titania und Wassergöttin Licca bekämpften sich, eine Seniorin war mit ihrem Hund auf der Suche, die zwei belauschten Lehrer pirschten sich – beobachtet und verfolgt von ein paar Schülern – an seltene Orchideenpflanzen heran und gruben sie aus. Und zwischen all den Lebe- und Fabelwesen trieben Wald- und Steintroll ihr Unwesen. Natürlich nahm alles ein gutes Ende, die Orchideendiebe mussten die seltenen Pflanzen wieder einpflanzen, und sogar der Zickenkrieg zwischen den beiden Göttinnen wurde für beendet erklärt. Begleitet und umrahmt wurde das Bühnenstück von mehreren Instrumentalisten (Keyboard, Gitarre, Saxofon und Schlagwerk) und deren stets perfekt auf die Situation angepasster, handgemachter Musik. (löbh)

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