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Marketing

23.06.2020

Regionenmarke soll Fachkräfte anlocken

Der Landkreis soll bekannter werden. Dafür werden 430000 Euro investiert

Landkreis Der Landkreis soll zu einer bekannten Marke werden, um im Wettbewerb um Arbeitskräfte mit anderen Regionen bestehen zu können. Gleichzeitig soll auch die Identifikation der Bevölkerung mit dem Landkreis gestärkt werden. Erreicht werden soll beides durch ein Projekt, in das insgesamt 431000 Euro fließen.

Beschlossen hatte das der Kreistag bereits im Februar. Das Konzept, den Zeitplan und die Finanzierung für das auf drei Jahre ausgelegte Projekt stellte der Wirtschaftsförderer im Landratsamt, Bernhard Lachner, vor. Demnach zahlt das Bayerische Staatsministerium der Finanzen und für Heimat einen Zuschuss über etwas mehr als 280000 Euro. In einem ersten Schritt wurden Unternehmen befragt, wie diese ihre aktuelle Situation bewerten, um auf dieser Basis weiterarbeiten zu können. Insgesamt 340 Fragebögen wurden laut Lachner versandt, und 200 Firmen antworteten. „Davon haben 128 angegeben, dass Fachkräftemangel für sie bereits Realität ist und weitere 66 erwarten, dass dies in der Zukunft für sie ein Thema sein wird.“ Auch halte eine Mehrheit von zwei Drittel der Befragten eine Regionalmarke für „eher sinnvoll“ oder „sinnvoll“.

In einem nächsten Schritt soll nun eine Lenkungsgruppe gebildet werden, der Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung angehören. Angeregt wurde, dass für die Politik sieben Mitglieder des Kreistags, der Sprecher der Bürgermeister, ein Vertreter für Landsberg sowie jeweils ein Repräsentant der Marktgemeinden Dießen und Kaufering der Gruppe angehören sollten. Hinzu kämen Vertreter des Tourismusverbands, des Landratsamts sowie der Wirtschaft und externe Partner. Landrat Thomas Eichinger rechnet damit, dass die Lenkungsgruppe am Ende etwa 25 Personen umfassen wird.

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Kreisrat Tobias Linke (Bayernpartei) hakte nach, welche Firmen dort vertreten sein werden. „Werden auch kleine Firmen mit ins Boot geholt oder bleiben die auf der Strecke?“ Lachner informierte, dass angedacht sei, sowohl die Industrie- und Handelskammer als auch die Kreishandwerkskammer einzubinden. Renate Standfest (Grüne) regte an, auch jemanden vom Bund der Selbstständigen einzubeziehen.

Im September oder Oktober dieses Jahres soll dann ein Kick-off-Workshop stattfinden, bei dem Ziele definiert und ein Leistungskatalog erarbeitet werden. Auf der Grundlage sollen Agenturen dann Ideen erarbeiten und diese noch heuer präsentieren. Die Lenkungsgruppe vergibt dann den Auftrag an eine Agentur, die bis Mitte 2021 eine Kommunikationsstrategie entwickeln soll auf verschiedenen Kanälen, online wie offline. Anschließend startet dann der Praxistest.

Ob das Konzept funktioniert, soll bis Ende 2022 feststehen, wenn die begleitend stattfindende Evaluierung ausgewertet ist und das Projekt endet. Landrat Thomas Eichinger (CSU) sieht in der Regionalmarke ein „wichtiges Instrument im härter werdenden Wettbewerb um Fachkräfte.“ (chmü)

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