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Collegium musicum

29.12.2011

Reizvolle Kompositionen gut gespielt

Das traditionelle Weihnachtskonzert des Collegium musicum mit jungen Landsberger Talenten fand im Theatersaal der Freien Waldorfschule statt.
Bild: Foto: Julian Leitenstorfer

Weihnachtskonzert mit jungen Talenten

Landsberg Die Landsberger Rathauskonzerte müssen nicht nur im Festsaal des historischen Rathauses stattfinden, sondern können auch anderswo, „unterwegs“, wie es im Titel heißt, aufgeführt werden. Am Mittwochabend gab es das traditionelle Weihnachtskonzert des Collegium musicum mit jungen aufstrebenden Landsberger Talenten unter der Leitung von Alfons Schmidt im gut besuchten Theatersaal der Freien Waldorfschule Landsberg. Auf dem Programm standen Werke von Georg Friedrich Händel, Ludwig van Beethoven, Franz Anton Hoffmeister sowie Wolfgang Amadeus Mozart. Reizvolle Kompositionen hatte Dirigent Schmidt ausgesucht.

Wie vergangenes Jahr, so gaben die beiden begabten Querflötistinnen Tabea Dobler und Melanie Gleissner auch dieses Jahr ein wunderbares Konzert für zwei Flöten, diesmal aus opus 64 in D-Dur von Hoffmeister. Solche Stücke sind selten und nicht oft zu hören, das allein bannte schon die Aufmerksamkeit. Beide junge Damen spielten ihr Instrument auf hohem Niveau, die Einsätze gelangen sehr gut, das Wechselspiel zwischen den beiden Solistinnen klappte hervorragend. Das Konzert von Hoffmeister ist höchst raffiniert gesetzt. Die Flöten ergänzen und verstärken sich und treten in einen aufregenden Dialog. Beide Musikerinnen zauberten einen ganz vorzüglichen Klang und gaben im Rondo allegro einen schön, tänzerisch beschwingten Ausdruck.

Mit dem Adagio cantabile aus der Romanze für Violine und Orchester in F-Dur aus opus 50, komponiert von Beethoven vermutlich im Jahre 1798, strahlte Isabel Schreiner. Sie hatte den empfindsamen und leidenschaftlichen Charakter dieses Werks gut herausgearbeitet, ihre Violine bestach durch weichen samtenen Ton und bezauberte in den tiefen Lagen.

Wie im Schlafe und mit einer verblüffenden Leichtigkeit beherrscht die frisch gekürte Kulturförderpreisträgerin Franziska Leupold ihre Violine. Ein ungewöhnliches fast vollständig ausgereiftes, erwachsenes Spiel zeigte sie bei dem Konzert in D-Dur für Violine und Orchester aus Köchelverzeichnis 218 von Wolfgang Amadeus Mozart. Ein schweres Stück von Mozart, das mit schnellen Läufen, Trillern brilliert, das liedhafte Stellen hat und heiter und gelöst klingt. Großartig die Solostelle zum Schluss. Viel Applaus und Bravorufe.

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