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Landsberg

14.04.2019

Rektorin kritisiert: Arbeit der Schulbegleiter ist "unausgegoren"

Inklusion an den Schulen und speziell die Arbeit der Schulbegleiter wird in der Landsberger Kreispolitik weiter lebhaft diskutiert.

Wie Kindern mit Handicaps im Landkreis Landsberg geholfen werden soll, ist Thema im Inklusionsbeirat. Es wird teils lebhaft diskutiert.

Schulbegleiter: Das Thema ist nicht nur komplex, sondern auch eines, das bewegt, ja polarisiert. So redete sich Henriette Beltz, Rektorin der Grundschule Kaufering, bei der jüngsten Sitzung des Inklusionsbeirates des Kreistags regelrecht in Rage. Die Maßnahme „Schulbegleiter“ sei nicht ausgegoren, so Beltz, „das System gehört reformiert. Schulbegleiter müssen schulisch organisiert sein“, fordert die Lehrerin und wählt dafür auch mal drastische Worte. Es müssten Aufgabengebiete festgelegt werden, ein Schulbegleiter könne den Erfordernissen entsprechend durchaus auch mal mehr als einen Schüler betreuen. „Natürlich nur“, sagt Beltz, „wenn die Probanden Wechsel ertragen.“ Aber so, wie es derzeit läuft, „ist es zum Sau grausen“.

Das Thema Schulbegleiter polarisiert: Schulbegleiter: Die deutlichen Worte des Landrats und ihre Folgen

40 Schulbegleiter im Einsatz

Wie es derzeit läuft, darüber berichtete Nicole Vokrouhlik aus dem Landratsamt. „Es wird weiter gemacht“, war die positive Botschaft zum Thema Schulbegleiter. Sie bedeutet vor allem weitere finanzielle Kostenübernahme. Derzeit seien im Landkreis 40 Schulbegleiter im Einsatz. Dachorganisation ist die Lebenshilfe, Stefanie Maier koordiniert die Schul- und Individualbegleitungen.

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Aktuell fand ein Treffen der Begleiter statt. Wie Vokrouhlik ausführte, soll es, möglichst in nächster Zeit, Befragungen nach einem vorgegebenen Fragenkatalog geben. „Wir möchten Lehrer und Eltern zu ihren bisherigen Eindrücken befragen und auch, was verbessert werden könnte.“ Nach Möglichkeit und wenn es die Eltern erlauben, sei auch an die Befragung von Schülern gedacht.

Viel Diskussionsbedarf

Auf die unter anderem in Holzhausen ansässige soziale Einrichtung Regens Wagner soll ebenfalls zugegangen werden. Und der Bezirk: Er ist für die Finanzierung der Begleiter von Kindern mit körperlichen und geistigen Einschränkungen zuständig. Bei der Sitzung wurde deutlich, wie viel Diskussionsbedarf sich bei diesem Thema aufgestaut hat.

Debattiert wurde allerdings nicht allzu viel. Einer der Gründe dafür dürfte sein, dass, wie Barbara Juchem, Senioren- und Behindertenbeauftragte des Landkreises Landsberg betonte, das Thema zwar auch, aber kein ausschließlich lokales sei. „Die Schulbegleitergeschichte gehört an oberster Stelle diskutiert und überregional bekannt gemacht“, erklärte Juchem.

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