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Utting

02.07.2019

Renate Standfest will den Uttinger Bürgermeisterstuhl

Das Wahlkampfteam nimmt die Bürgermeisterkandidatin Renate Standfest in die Mitte: (von links) Martin Erdmann, Gabriele Triebel, Renate Standfest, Josef Lutzenberger und Marcus von Jordan.
Bild: Dagmar Kübler

Die 51-jährige Unternehmensberaterin hat Erfahrung als Kreis- und Gemeinderätin. Jetzt will sie Chefin in Utting werden. Welche Ziele sie verfolgt.

Lang anhaltender Applaus bei der GAL in Utting: Renate Standfest ist seit Montagabend offiziell Kandidatin der Grün-Alternativen für das Bürgermeisteramt. Dabei wurde sie mit großer Mehrheit nominiert; von 37 Stimmberechtigten kam nur eine Gegenstimme. Wie schon im Vorfeld kolportiert, stieg auch kein weiterer Kandidat mit Standfest in den Ring. Die 51-jährige Unternehmensberaterin, die seit 20 Jahren in Utting lebt und dem Gemeinderat zehn Jahre lang bis Anfang 2018 angehörte, genoss dieses große Vertrauen und auch die Ovationen sichtlich ergriffen.

Mit Schwung in den Wahlkampf

„Nach der Sommerpause wollen wir mit Schwung in den Wahlkampf starten“, kündigte Renate Standfest an, die auch seit zwölf Jahren dem Kreisrat angehört. Einige Meldungen für die Kandidatenliste lägen schon vor.„Das ist keine Selbstverständlichkeit, wenn man sieht, wie schwer sich andere Parteien mit der Kandidatensuche tun“, freute sie sich.

Große Veränderungen sind unter einer eventuellen Bürgermeisterin Standfest nicht zu erwarten. Das wurde in ihrer Rede zur Kandidatur deutlich. Viele der unter Bürgermeister Josef Lutzenberger angeschobenen Projekte will sie fortführen, wie etwa die Bebauung des Schmuckerareals, die weitere Umsetzung des Hochwasserschutzes, den Mehrgenerationenspielplatz im Summerpark sowie die Unterstützung des Kultur- und Vereinslebens, insbesondere des Vereins Füreinander mit dem Treffpunkt 17&Wir, der bayernweit als Vorbild gälte, so Standfest.

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Seniorenarbeit ist ausbaufähig

Ihre Zukunftsvisionen präsentierte sie gegliedert in die drei Punkte „Fortführen, Ausbauen und Anpacken“. Für ausbaufähig hielt sie demnach die Seniorenarbeit, insbesondere die Tagespflege, auf deren Notwendigkeit auch der Verein Füreinander bereits mehrfach hingewiesen hat. Ziel sei es auch, die Dorfmitte weiter zu beleben und öffentliche Einrichtungen im Zentrum zu erhalten. Anpacken will Standfest das Thema Jugendarbeit, das seit dem Abriss des kaum mehr genutzten Jugendhauses derzeit eher im Dornröschenschlaf liegt. Außerdem will sie eine Baumschutzverordnung auf den Weg bringen, um mehr Handhabe bei Baumfällungen zu bekommen – eine Maßnahme, die Amtsinhaber Lutzenberger eher für kontraproduktiv hielt.

Radschutzstreifen, wie sie in Dießen entstehen

Das Rad- und Fußwegenetz soll weiter ausgebaut werden, Standfest denkt dabei an Radschutzstreifen, wie sie auch in Dießen entstehen werden. Anschieben will sie auch den Umzug der Verwaltung in größere Räume. Möglich, aber noch nicht beschlossen, ist ein Umzug in das derzeitige VR-Bank-Gebäude, das die Gemeinde bereits erworben hat. „In ein bis zwei Jahren wird die VR-Bank ihr neues Gebäude beziehen, bis dahin müssen die Weichen gestellt werden.“ Renate Standfest will sich gleichzeitig dafür einsetzen, dass das alte Rathaus in Gemeindehand bleibt mit dem Ziel einer öffentlichen Nutzung.

Vorbild für andere Gemeinden

Viel Anerkennung für seine geleistete Arbeit erhielt Josef Lutzenberger, der bereits frühzeitig bekannt gegeben hatte, dass er sich nicht mehr zur Wahl stellen wird. Utting habe die politische Führung bei so manchen Projekten übernommen und sei damit Vorbild für andere Gemeinden geworden, sagte Martin Erdmann, Vorstand der GAL Utting, mit Hinblick auf die Entscheidungen bezüglich des Schmuckerareals und des Strandbads. Marcus von Jordan vom Kreisvorstand lobte die Arbeit Lutzenbergers, bei dem nicht Ideologien und Fraktionsdenken im Vordergrund gestanden hätten, sondern das gemeinsame Anpacken. „Du hast den Samen in den Boden gedrückt, ich wünsche mir, dass diese Tradition so fortgesetzt wird“, so von Jordan.

Mit Renate Standfest steht die erste Kandidatin in Utting fest. Die anderen Gruppierungen und Parteien haben bislang auf LT-Nachfrage noch keine Bewerber benannt.

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