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Landsberg

13.05.2019

Ruethenfesttheater: Kinder sollen diesmal die Stadt retten

Während die Stelzer 2011 und 2015 beim Ruethenfestspiel dabei waren (unten links), gibt es heuer wieder ein Theaterstück. Titel: „Der Schwed“. Das Foto zeigt den Einfall der Schweden beim Ruetehnfestauftakt 2015.
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Während die Stelzer 2011 und 2015 beim Ruethenfestspiel dabei waren (unten links), gibt es heuer wieder ein Theaterstück. Titel: „Der Schwed“. Das Foto zeigt den Einfall der Schweden beim Ruetehnfestauftakt 2015.
Bild: Thorsten Jordan (Archiv)

Plus In zwei Monaten findet das Ruethenfest in Landsberg statt. Dann wird auch Theater gespielt. Regisseur Herbert Walter gibt dem LT einen exklusiven Einblick in das Stück.

Bilder sind wichtig. Der Text transportiert den Inhalt, aber die Bilder sind es, die in Erinnerung bleiben. Das sagt der diesjährige Autor und Regisseur des Ruethenfest-Theaters, Herbert Walter. Deshalb erwarte die Zuschauer beim Ruethenfestspiel ein märchenhaftes Stück voller Fantasie, eine (Alb-)Traumwelt mit Figuren aus der Landsberger Geschichte, aus Sagen, aus Träumen und Ängsten. „Der Schwed“ wird als Familientheater inszeniert – mit Masken, Puppen, mit Geräuschen und natürlich mit rund zwei Dutzend Laienschaupielern, die Hälfte davon Fünft- und Sechstklässler des Ignaz-Kögler-Gymnasiums. „Außerdem wird der Lech höchstpersönlich auftreten“, sagt Walter.

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Der Ruethenfestverein unter dem Vorsitz von Tobias Wohlfahrt hat sich wieder ein klassisches Theaterstück gewünscht und den langjährigen Regisseur der landsberger bühne mit der Entwicklung und der Regie eines entsprechenden Stücks beauftragt. Herbert Walter hat eine erste Idee mit Florian Werner „zu Hause bei mir in Italien unter der großen Eiche mit Blick auf dem See und einem Glas Rotwein in der Hand“ entwickelt. Dann haben beide noch Julia Andres von der jungen Bühne mit ins Boot geholt. Als Team sind sie derzeit mit Bühnen- und Kostümentwürfen, mit Dramaturgie und Proben beschäftigt.

Warum der Regisseur nicht immer in Landsberg ist

Dabei geht Herbert Walter ungewöhnlich vor, bei ihm steht nämlich erstmal nicht der Text im Mittelpunkt. „Ich gehe vom Körper aus“, sagt der ehemalige Lehrer des Dominikus-Zimmermann-Gymnasiums. Die Rollenverteilung erfolge auch erst, nachdem die Körperarbeit abgeschlossen ist: „Die Gruppe muss erstmal spielerisch Dinge ausprobieren und sich finden.“ Walter ist 1943 in Traunstein am Waginger See geboren und als „Lehrer für Alles“ nach Landsberg gekommen. Neben den Unterrichtsfächern Deutsch, Geschichte und Politik hat er jahrelang die Theatergruppe des DZG geleitet. Mit 52 hat er sich beurlauben lassen und ist mit seiner Frau nach Italien an den Bolsenasee bei Orvieto ausgewandert. Für die vielen Regiearbeiten bei der landsberger bühne hat er in Landsberg immer noch seinen Zweitwohnsitz und ist oft wochen-, manchmal monatelang in der alten Heimat. Ein Regisseur werde übrigens derjenige, meint Walter mit einem Augenzwinkern, „der es schauspielerisch selbst nicht schafft“.

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Hier finden Sie Impressionen vom Ruethenfest 2015:

Großer historischer Festzug durch die Altstadt: Blumenwagen
341 Bilder
Ruethenfest: Historische Festumzüge
Bild: Thorsten Jordan

Für das aktuelle Stück „der Schwed“ hat sich Walter von zwei Dingen inspirieren lassen: die vielen Möglichkeiten der Aufarbeitung und Auseinandersetzung von und mit der Geschichte einerseits und der berühmten Kinder-Rede von Astrid Lindgren anlässlich der Verleihung des Friedenspreises des deutschen Buchhandels andererseits. Im Zentrum, so Walter, stehen jeweils die Kinder. Und so stehen auch die Kinder von Landsberg in seinem Stück im Mittelpunkt, möglicherweise waren sogar sie es, die die Stadt vor dem Untergang gerettet haben.

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