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07.06.2009

SPD rutscht auf historischen Tiefpunkt ab

Landsberg Die CSU liegt im Landestrend knapp unter 50 Prozent, die Grünen bleiben deutlich zweite Kraft und die SPD rutscht auf einen fast schon historischen Tiefpunkt ab. So kurz und knapp lassen sich die wichtigsten Ergebnisse der Europawahl in den Orten zwischen Ammersee und Lech zusammenfassen. Die Wahlbeteiligung (45,59 Prozent) lag über dem Landesschnitt und deutlich höher als vor fünf Jahren (41,30).

Die CSU hat sich gegenüber der Europawahl 2004 zwar klar verschlechtert - von 57,31 auf 49,82 Prozent -, legte aber im Vergleich zur Landtagswahl 2008 wieder zu. Dr. Thomas Goppel, Landtagsabgeordneter und CSU-Kreisvorsitzender, freute sich daher gestern Abend, dass es seiner Partei im Landkreis gelungen sei, in einigen Bereichen Überzeugungsarbeit zu leisten. Er sei sich aber auch bewusst, dass es noch Arbeit kosten werde, die Stammwähler wieder zu überzeugen. Zudem gelte es bestimmte Zielgruppen, etwa Landwirte und europäische Mitbewohner, anzusprechen.

Im Landkreis sieht er für seine Partei Nachholbedarf am Westufer des Ammersees. Dort müssten Themen deutlicher angesprochen und bei den Leuten platziert werden. Generell zeigt er sich mit dem Ergebnis zufrieden. "Ich danke den Ortsverbänden, die nach einem zuletzt schwierigen Ergebnis angepackt haben", so Goppel.

Mit großem Abstand vor FDP (9,76) und SPD (9,16) haben sich die Grünen (15,05) als zweitstärkste Partei im Landkreis etabliert. Da fehlen Landtagsabgeordnetem Ludwig Hartmann fast die Worte. Dass sich seine Partei konstant auf diesem Niveau halten könne (2004: 15,04 Prozent), freut ihn besonders. Dies mache deutlich, dass die jüngsten Resultate nicht auf Sondereffekten wie dem Widerstand gegen die Ansiedelung von Klausner beruhen. Überrascht hat Hartmann das gute Abschneiden der CSU - in Bayern wie im Kreis. Für die SPD empfindet er Mitleid: "Der Abwärtstrend der SPD ist erstaunlich. Es hieß ja immer, schlimmer geht es nimmer".

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Markus Wasserle freut sich über "grandioses Ergebnis"

Via Telefon gratulierten sich die Liberalen zu ihrem Ergebnis im Landkreis. Während in München kräftig gefeiert wurde, genoss Kreisvorsitzender Markus Wasserle den Erfolg zu Hause. Das Resultat sei grandios. "Ich bin zuversichtlich, dass wir unseren Beitrag zu einem Regierungswechsel bei der Bundestagswahl leisten können", sagte Markus Wasserle gestern Abend. Das Ergebnis der FDP sei noch höher zu bewerten, weil auch die CSU relativ gut abgeschnitten habe.

Klarer Verlierer der Europawahl im Landkreis ist die SPD, die unter zehn Prozent fiel. Vor fünf Jahren erreichten die Genossen 11,22 Prozent, jetzt liegen sie mit 9,16 Prozent sogar hinter der FDP. Offensiver und besser vernetzt muss die SPD nach Ansicht von Kreisvorsitzendem Dr. Albert Thurner in Zukunft im Kreis auftreten. Die Partei sollte sich grundlegend ändern - in Berlin, in München und im Landkreis. Die alte Tante SPD müsse deutlich jünger werden, was Themen und Konzepte angeht. Vor Ort fehle es an Leuten, die in der Öffentlichkeit präsent sind, Kommunalpolitiker, die in ihren Gemeinden auch ehrenamtlich tätig sind.

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