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Veranstaltung

26.06.2012

SPD warnt vor Extremisten im Netz

Wie man sich vor Propaganda schützen kann

Dießen Vorgestriges Denken wird auch mit modernen Techniken verbreitet. Entsprechend rege bewegen sich auch Rechtsextremisten im Internet. Die SPD und ihre Nachwuchsorganisation, die Jusos, befassten sich jetzt in Dießen auf einer Veranstaltung mit diesem Thema und wollte Antworten auf Fragen geben wie: Hat man als verantwortungsvoller Bürger eine Handhabe gegen rechtsextreme Seiten? Wie kann man Kinder vor der braunen Internetpropaganda schützen?

Die Rechtsextremismus-Expertinnen Dr. Doris Zimmermann (Friedrich-Ebert-Stiftung) und Rosemarie Hoffmann (Schulamt Starnberg) zeigten nicht nur „Kameradschafts“-Seiten in Facebook, nationalistische Videos, Spiele und Einkaufsportale. Inzwischen habe die rechte Szene sogar ein Internetlexikon nach Art der Wikipedia ins Netz gestellt, berichtet die SPD.

Der Zugriff endet an den deutschen Grenzen

SPD warnt vor Extremisten im Netz

Die Polizei und andere Stellen verfolgten zwar die rassistischen und volksverhetzenden Inhalte solcher Seiten, ihr Zugriff ende jedoch an den deutschen Grenzen. Entsprechend müsse sich jeder selbst gegen die braune Propaganda wappnen. Internetfilter, mit denen gezielt „Unwörter“ gesperrt werden können, seien allerdings wenig wirksam, erklärte Hoffmann: Zu einfallsreich umgingen Rechtsextreme solche Signalwörter.

Stattdessen verwies Hoffmann auf Internetangebote, die Hilfe beim Erkennen und Widerlegen brauner Inhalte bieten: von der „Online-Beratung gegen Rechtsextremismus“ über das „Netz gegen Nazis“ bis zum „Braunen Peter“. Manche Inhalte wie das Comic www.andi.nrw.de wenden sich sogar direkt an Kinder und Jugendliche.

Lehrer und Jugendbetreuer finden auf solchen Seiten zahlreiche Anregungen, wie man Rechtsextremismus in der Schule oder im Verein thematisieren kann. Als Königsweg wurde jedoch durchgängig die Vermittlung von Medienkompetenz an die Kinder und Jugendlichen gesehen. Der bewusste, kritische Umgang mit dem Internet sei ein guter Schutz gegen die braune Propaganda. Noch mehr seien hier aber die Familien gefordert: Gerade die Eltern müssten genauer beobachten, was ihre Kinder im Internet alles anschauen, denn, so Gemeinderätin Hannelore Baur: „Der Computer steht schließlich daheim.“ (lt)

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