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Schondorf

03.12.2018

Sammersee-Festival: Die Anwohner gehen auf die Barrikaden

Das Sammerseefestival in Schondorf wird immer größer, aber es stößt auch auf Widerstand.
Bild: Julian Leitenstorfer (Archiv)

In Schondorf gibt es Wirbel um das Festival im Strandbad. Das Organisationsteam von Sammersee prüft sogar einen anderen Standort.

Das Sammersee-Festival erfuhr seine „Fortsetzung“ in der jüngsten Schondorfer Gemeinderatsitzung. Behandelt wurde ein Schreiben von Anwohnern mit massiven Beschwerden über das Festival-Wochenende. Bürgermeister Alexander Herrmann begründete die späte Behandlung des Vorgangs mit der jetzt erst stattgefunden Abschlussbesprechung mit dem Team des Sammersee-Festivals.

Ein Resultat ist das Alkoholverbot in der Seeanlage

Das von den Jugendlichen und jungen Menschen organisierte Benefiz-Festival fand zum elften Mal im Areal Forster am See statt. Das Team habe laut Herrmann festgestellt: „Dieses Jahr war es anders als sonst.“ Die Anwohner im angrenzenden Wohngebiet formulierten ihren Unmut über die Vorkommnisse schriftlich: Privat-Grundstücke seien betreten, Gärten als Toiletten benutzt, viele Flaschen abgestellt oder zerschlagen worden. Sie seien von Besuchern bis 4 Uhr früh belagert worden, wird in dem Schreiben geklagt.

Alexander Herrmann befand, es gäbe „eine eigenartige Häufung von Zwischenfällen“. Leute, die nicht auf dem Festival waren, hätten ihr eigenes Fest in der Seeanlage gefeiert. Zudem gab es noch eine Schulveranstaltung in einer Gaststätte am See. Auf dem Festival selbst gab es keine harten Getränke und deshalb hätten einige wohl immer wieder das Gelände verlassen, um Schnaps zu trinken. Er hofft, dass das inzwischen erlassene generelle Alkoholverbot sowie ein Verbot der Wiedergabe von elektronisch verstärkter Musik Wirkung zeige.

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Mehr Polizei, mehr Security?

Als weitergehenden Schritt könne man während des Festivals die Seeanlage sperren. Auch eigene Security, die außerhalb des Festivals patrouilliert, ist für Herrmann vorstellbar. Zudem soll mit der Polizei stärker zusammengearbeitet werden, damit mehr Beamte im Bedarfsfall angefordert werden können. Auch ein Wiedereintrittsverbot zum Festival nach 22 Uhr könnte helfen. Mehrere Gemeinderäte waren der Ansicht, dass die Veranstaltung nur an einem Tag stattfinden sollte. „Das Festival muss wieder schrumpfen“, meinte Martin Wagner. Herrmann erläuterte, dass inzwischen viele Auflagen erlassen wurden und alleine der Aufbau drei Tage dauere. Luzius Kloker wies darauf hin, dass das Team auch Essen und Getränke selber organisiere. „Das ist auch Jugendarbeit, die dort geleistet wird.“ So arbeiten die jungen Menschen teilweise ein Jahr lang für das Festival.

Herrmann sagte, dass vom Sammersee-Team überlegt werde, das Festival an einen anderen Standort zu verlagern. Wolfgang Schraml regte an, mit der Polizei zu sprechen. Die Idee griff Bürgermeister Herrmann auf und definierte sie als nächsten Schritt.

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